Tief "Zeljko" Sturm fegt über Deutschland

Der Wetterdienst rät zu größter Vorsicht: Wegen Sturmtief "Zeljko" sind in Deutschland mehrere Bahnstrecken gesperrt und Freiluftveranstaltungen abgesagt worden. In den Niederlanden wurde ein Autofahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen.

DPA

Ein schwerer Sturm mit Böen in Orkanstärke und Gewittern zieht aus dem Westen über Deutschland heran und hat erste Schäden angerichtet: In den Niederlanden erschlug ein umstürzender Baum einen Autofahrer. Auch behinderten orkanartige Böen den Verkehr in weiten Teilen des Landes.

Starker Wind führte offenbar auch in Mülheim an der Ruhr zu einem schweren Arbeitsunfall. Wie die Feuerwehr mitteilte, war eine an einem Kran hängende Last ins Schwingen geraten und gegen die Fahrerkabine eines Radladers gekracht. Dessen Fahrer wurde schwer verletzt. Auch auf den Straßen gab es Unfälle mit Verletzten.

Bahnstrecke gesperrt

In Niedersachsen seien von den Sturmschäden die Bahnstrecken zwischen Rohrsen und Nienburg (Weser) sowie zwischen Hannover und Hannover-Lehrte betroffen, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Damit war die direkte Verbindung von Hannover nach Berlin unterbrochen. In Nordrhein-Westfalen waren laut Bahn Strecken im Münsterland und am Niederrhein vorübergehend gesperrt, Züge zwischen Rheine und Münster sowie Rees und Emmerich fielen aus.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab Warnungen für Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen heraus. Mehrere Großveranstaltungen wurden vorsorglich abgesagt.

Die Sturmlage sei für den Sommer "ungewöhnlich heftig", sagte der DWD. In der Mitte Deutschlands könne der Wind Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erreichen. Zu erwarten seien auch Gewitter mit Regen und Starkregen.

Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h

An der niedersächsischen Nordseeküste werden Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern erwartet, teilte der DWD in Hamburg mit. Auf dem Brocken im Harz pfiff der Wind mit Tempo 113, so der DWD in Leipzig. Auch in Schleswig-Holstein wappneten sich Helfer für das erwartete Unwetter an der Küste. "Wir bereiten uns darauf vor wie auf einen Herbststurm", sagte ein Leitstellensprecher. "Zeljko" wird voraussichtlich von der Nordsee über Dänemark bis nach Schweden ziehen.

Der DWD warnte, bei Aktivitäten im Freien sei "größte Vorsicht geboten". Weil die Bäume voll belaubt sind, bieten sie dem Sturm viel Angriffsfläche. In der Nacht zum Sonntag sollte sich das Sturmfeld von Westen her abschwächen und nach Osten und Nordosten ziehen. Am Sonntag herrscht dann sozusagen die Ruhe nach dem Sturm. Erwartet wird ein Mix aus Sonne und Wolken.

Unwetter hatten bereits in der Nacht zum Samstag mehrere Regionen in Deutschland getroffen - zu Schäden kam es etwa bei Blitzeinschlägen.

mka/dpa



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
enterpain 25.07.2015
1. Namensgebung
Bitte gebt den Hochs und Tiefs nur noch einfache Namen wie Hans oder Otto. Manche Leute sind mit Namen wie ?eljko "überfordert". So z.B. die Nachrichtensprecherin heute auf ProSieben.
hummelhirte 25.07.2015
2.
Der Sturm war hier in Olpe das geringste Übel. Tagelang Dauerregen und Temperaturen wie im März verderben einem die Laune.
nichtdoch 25.07.2015
3. Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h
WOW, kann mich entsinnen als in Oklahoma und dem mittleren Westen der USA die Hurricans Haeuser wegbliesen, LKW mit 40 tonnen durch die Luft wirbelten Stomleitungen abrissen und sonstige Millonanschaeden anrichteten da wurde doch von vielen Bundesbuergern so haemisch geschrieben das die Amis keine Haeuser bauen koennen,und nun hat man in Deutschland Schaeden an der Infrastruktur,und das bei nur 120km/h was wird das erst wenn es mal so blaest wie in den US wo Windgeschwindigkeiten von 4-500km/h gemessen wurden?
Ziviler Sozialer Protest 25.07.2015
4. Aha
Und wie spricht man das aus?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.