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Griechische Halbinsel Peloponnes: US-Archäologen finden antiken Grabschatz

Fund in Griechenland: Der Schatz in Bildern Fotos
AFP/GREEK MINISTRY OF CULTURE

Das griechische Kulturministerium spricht vom "bedeutsamsten Fund seit 65 Jahren": US-Archäologen haben auf der Peloponnes-Halbinsel einen mehr als 3500 Jahre alten Grabschatz entdeckt.

Das Grab ist 2,4 Meter lang, 1,5 Meter breit - und rund 3500 Jahre alt: US-Archäologen haben in Griechenland einen antiken Grabschatz mit den Gebeinen eines Kriegers entdeckt. Wie das Kulturministerium in Athen mitteilte, handelt es sich um den "bedeutsamsten Fund seit 65 Jahren" auf dem griechischen Festland.

Das Grab mit dem hölzernen Sarg des Kriegers wurde bereits im Mai bei Ausgrabungen auf der Peloponnes-Halbinsel gefunden, in der Nähe der Überreste des Nestor-Palasts bei Pylos. Erst jetzt wurde der Fund öffentlich.

Unter den Beigaben für den Krieger sind Schmuckstücke aus Gold, eine perlengeschmückte Kette, Siegelringe, ein Bronzeschwert mit einem Griff aus Gold und Elfenbein, Silbervasen und Elfenbeinkämme. Die Schmuckstücke sind im minoischen Stil verziert - mit Götterfiguren, floralen Mustern und Tieren, darunter Löwen, Stiere und Adler.

Die minoische Kultur - benannt nach König Minos auf Kreta - wird auf die Zeit von 3000 bis 1100 vor unserer Zeitrechnung datiert. Der Nestor-Palast aus der mykenischen Epoche wurde mutmaßlich zwischen 1300 und 1200 gebaut, die Ruinen waren 1939 entdeckt und nach dem Zweiten Weltkrieg freigelegt worden.

aar/AFP

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Danke!
csapo-f 27.10.2015
Danke für diese kurze, aber erfreuliche Mitteilung! Erinnert uns daran, dass Griechenland nicht nur "Schuldenberge" hat, sondern eine erstaunliche, wunderbare Kultur und wunderbare Menschen - damals wie heute!
2. Sehr schön, aber warum ist Gold so wichtig?
Miere 27.10.2015
Ein Jahrhundertfund könnte doch auch die älteste bekannte Olivenölpresse sein, oder Knochen eines Jagdhunds mit extrahierbarer DNA, oder ein Stück Bernstein das Handelskontakt mit der Ostsee belegt? Bei den Bildern frage ich mich zB, ob der Kamm ein Läusekamm ist, und aus was er gemacht ist.
3. Nicht glaubwürdig
objektivemeinung 27.10.2015
immer wieder das selbe: steckt ein Land in der Tourismus-Krise tauchen plötzlich solche Nachrichten auf. Demnächst gibt es bestimmt ein Photo vom Drachme-Drachen vor Priäus!
4.
üpoiu 27.10.2015
Die Griechen graben nicht gerne zu tief auf ihren Grundstücken, es könnte sein, dass sie etwas finden und dann sind sie nicht mehr der Herr auf eigenem Land. Griechenland ist voll von Kulturstätten, 10tsd Jahre alte Siedlungen und sonstige Zeugnisse menschlicher Kultur sind dort überall zu finden. 3500 Jahre gehört dann eher zur jüngeren Geschichte.
5. Hmmm Krieger....
istanbulu 27.10.2015
...woher weiß man das. Nicht immer ist das Geschlecht anhand des Sklettes so genau fest zu legen. Ich kenne nicht den gesamten Fund, aber bei diesen Grabbeigaben, besonders Kämmen sind doch typisch für Frauengräber, würde ich auch mal an eine Kriegerin denken. Das wurde schon öfter mal fehlinterpretiert weil Archäologen zu wenig über den Tellerand schauen. In der Ukraine gab es Gräber mit Waffen und Frauntypischem SChmuck. UDSSR Archäologen haben diese aber dann doch als tatsächliche weibliche Krieger Gräber identifiziert. Wobei der Begriff an sich schon hinkt, zu jedem höher gestellten Würdenträger gehört wohl wenigestens im Grab so eine Ausrüstung. Nun ich bin sehr gespannt auf weitere Grabungsberichte.
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