Fotos im Fünf-Jahres-Takt Fünf Freunde sollt ihr sein

Erst drahtige Teenager, dann ergraute Herren: Seit Jahrzehnten lassen sich fünf Männer regelmäßig am selben Ort fotografieren, entstanden ist eine kleine Kulturgeschichte des Alterns. Sehen Sie selbst.

John Wardlaw

Sie besuchen denselben See. Sie übernachten im selben Haus. Sie sitzen auf derselben Bank, mit demselben Gesichtsausdruck, in derselben Reihenfolge nebeneinander - und das bereits seit 1982, immer wieder.

Die Rede ist von einer Gruppe alter Freunde aus Kalifornien, die seit 35 Jahren ein außergewöhnliches Projekt betreiben: Alle fünf Jahre treffen sich John Wardlaw, Mark Rumer, Dallas Burney, John Molony und John Dickson am kalifornischen Copco Lake, setzen sich auf eine Bank und machen mithilfe des Selbstauslösers ein Foto von sich.

Begonnen hatte alles 1982 im Sommerurlaub, wie sie selbst auf ihrer Website schreiben. Damals setzten sich die gerade mal 19 Jahre alten Kumpel aus Santa Barbara auf jene Bank und fassten einen Plan: Alle fünf Jahre wollten sie sich fortan treffen, ein Foto auf der Bank machen, stets in derselben Pose und Sitzreihenfolge - bis zu ihrem Tod.

Fotostrecke

8  Bilder
Fotoprojekt alter Freunde: Einst drahtig, nun kernig

Exakt 35 Jahre ist das her, in diesem Sommer war es daher wieder so weit: Anstelle der einst drahtigen Burschen ist auf dem jüngsten Bild eine Gruppe nicht mehr ganz so junger Männer zu sehen. Einige haben graues, weißes oder wenig Haar, andere sind deutlich rundlicher geworden. Nur eines scheint nach wie vor unverändert zu sein: die Idee von fünf Teenagern, die durch ein ganzes Leben trägt.

mxw

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