Texas Houston verbietet "Roboter-Bordell"

Im US-Bundesstaat Texas sollte ein Laden eröffnen, in dem Kunden Sexpuppen vor dem Kauf ausprobieren dürfen. Die Stadt Houston hat das "Roboter-Bordell" nun verhindert - und dafür ein 20 Jahre altes Gesetz geändert.


Die texanische Stadt Houston hat die Eröffnung eines Geschäfts verboten, in dem Sexpuppen nicht nur gekauft, sondern vorher auch ausprobiert werden können. "Ich will solche Läden nicht in der Stadt Houston", sagte Bürgermeister Sylvester Turner. Der Stadtrat änderte deswegen ein 20 Jahre altes Gesetz über gewerblichen Sex, damit es auch technologische Objekte umfasst.

Das im kanadischen Toronto ansässige Unternehmen Kinkysdolls hatte in Houston eine Filiale eröffnen wollen. Das Prinzip: Kunden können dort nicht nur Sexpuppen kaufen, sondern auch testen. Die Puppen können sprechen und fühlen sich warm an. Es wäre der erste Laden der Firma in den USA.

Medien hatte den Laden "Roboter-Bordell" getauft. Das wies ein Sprecher der Fima jedoch in einem Zeitungsinterview zurück: "Wir sind ein Geschäft und wir wollen Puppen verkaufen."

"Verkaufen, aber nicht benutzen"

Die nun vom Stadtrat von Houston beschlossene Gesetzesänderung untersagt, Sexroboter in einem Geschäft der Stadt zu benutzen. "Man darf verkaufen, aber nicht benutzen", sagte Bürgermeister Turner. "Man darf keine sexuelle Aktivität mit einem leblosen Objekt in einem Geschäft ausüben."

Kinksdolls-Gründer Yuval Gavriel sagte zu dem Urteil: "Wir prüfen unsere Optionen". Er denke darüber nach, die Stadt wegen der Entscheidungen zu verklagen.

jpz/AFP/AP/Reuters



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