Südostküste der USA Mindestens sechs Tote durch Hurrikan "Michael"

Der verheerende Hurrikan "Michael" hat an der Südostküste der USA für Chaos gesorgt. In Florida, Georgia und North Carolina starben mindestens sechs Menschen. Hunderttausende Haushalte sind weiter ohne Strom.

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Hurrikan "Michael" hat an der Südostküste der USA inzwischen mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Die Polizei im Bezirk Gadsden in Florida teilte am Donnerstagabend mit, vier Menschen seien dort bedingt durch den Sturm ums Leben gekommen.

Im benachbarten Georgia wurde nach Angaben der örtlichen Katastrophenhilfe ein elf Jahre altes Mädchen getötet, als ein durch die Luft wirbelnder Carport auf ihrem Haus landete. Im weiter nördlich gelegenen Bundesstaat North Carolina starb ein Mann, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Das teilte Gouverneur Roy Cooper mit.

Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigt. Rettungskräfte drangen erst nach und nach zu den betroffenen Gebieten durch, um dort nach Verletzten zu suchen und Menschen mit Strom, Wasser und Essen zu versorgen. Diese Einsätze hätten nun die absolute Priorität, sagte Floridas Gouverneur Rick Scott. "Dieser Hurrikan war ein Monster."

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Hurrikan "Michael": Mit 250 Kilometern pro Stunde über Florida hinweg

"Michael" war am Mittwoch in der Nähe des Ortes Mexico Beach in Florida auf Land getroffen - als Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Der Sturm hinterließ dort eine Schneise der Verwüstung: Zahlreiche Gebäude wurden zerstört, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen. Floridas Senator Marco Rubio schrieb auf Twitter, ihm sei gesagt worden: "Mexico Beach ist weg."

Es war nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes der stärkste Hurrikan, der die Florida-Panhandle seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 getroffen hat. Als Panhandle (Landzipfel oder Pfannenstiel) wird der Teil Floridas nordwestlich der Halbinsel bezeichnet.

Im Laufe des Tages wurde "Michael" zum Tropensturm herabgestuft und zog nach Alabama und Georgia weiter, bevor er Kurs auf South und North Carolina nahm.

Video: Hurrikan "Michael" verwüstet Florida

DAN ANDERSON/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Hunderttausende Menschen im Südosten der USA waren am Donnerstag weiterhin ohne Strom. US-Präsident Donald Trump erklärte den Katastrophenfall für Florida und rief den Notstand in Georgia aus, um Bundesmittel für die Staaten freizugeben. "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um denen zu helfen, die Hilfe brauchen", sagte er. Man werde nicht ruhen, "bis der Job erledigt ist".

Mitte September hatte der Sturm "Florence" an der Südostküste der USA für schwere Überschwemmungen und Schäden gesorgt, darunter vor allem in Süd- und Nord-Carolina. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben.

aar/dpa/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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gottseidank.de 12.10.2018
1. Allen Leugnern
...des Klimawandels sage ich stets, ich freue mich, dass es mit den USA auch einen der schlimmsten Mitverursacher trifft. Vielleicht, wenn Florida in 3-4 Jahren komplett weggefrässt ist, wachen sie doch noch auf. Mittlerweile ist ja jeder Hurrikan der stärkste allerzeiten. Den Amis tut es gut, wenn sie Gottes Kraft von Zeit Zeit zu spüren bekommen.
Nubari 12.10.2018
2.
Bemerkenswert, dass "Michael" erst kurz vor dem Landfall einen Kraftschub von Kat. 2 auf beinahe Kat. 5 bekommen hat und auf relativ schlecht vorbereitete Regionen getroffen ist. "Florence" hatte sich sehr langsam bewegt, hatte viel Aufmerksamkeit von Medien und Regierung bekommen und viele Bewohner hatten evakuiert. "Michael" dagegen zog sehr schnell, wurde unvermittelt viel stärker und traf auf einen Küstenstrich, der schon lange nicht mehr von einem Hurrikan getroffen worden war.
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