Fünf Dollar pro Woche Mutter verlangt Miete von fünfjähriger Tochter

Ab wann beginnt der Ernst des Lebens? Früh, sagt eine Mutter in den USA. Sehr früh.


Fünf Jahre ist sie alt - offenbar alt genug, um Verantwortung zu tragen: Die kleine Brooke aus den USA muss wöchentlich fünf Dollar für Miete, Strom und andere Fixkosten zahlen.

Ihre Mutter Evans will, dass sie früh lernt, mit Geld umzugehen. Die Miete zieht sie Brooke direkt vom Taschengeld ab.

Das Besondere: Im Internet bekommt die Mutter dafür viele anerkennende Worte.

"Ich habe ihr erklärt, dass die meisten Leute im wirklichen Leben den Großteil ihres Einkommens gleich wieder für Rechnungen ausgeben müssen. Also verlange ich von ihr fünf Dollar zurück. Einen für Miete, einen für Wasser, einen für Strom, einen für den Kabelanschluss und einen fürs Essen."

Brutto bekommt Brooke pro Woche sieben Dollar Taschengeld. Laut Evans kann ihre Tochter mit den verbliebenden zwei Dollar machen, was sie will.

Die pädagogische Maßnahme soll das Kind auf die reale Welt vorbereiten, sagt die Mutter. Irgendwann, so ihre Hoffnung, werde es die Tochter ihr danken.

Den wahren Plan ihrer Mutter kennt Brooke allerdings noch nicht. Umso größer dürfte die Überraschung sein, sobald sie die Volljährigkeit erreicht hat. "Was sie nicht weiß: Die fünf Dollar wandern auf ihr Sparkonto. Sie bekommt das Geld, wenn sie 18 ist. Dann hat sie 3380 Dollar Startkapital, wenn sie ausziehen möchte", sagt Evans.

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Miete mit 5 Jahren

Eine Mutter verlangt von ihrer fünfjährigen Tochter Miete - um sie auf den Ernst des Lebens vorzubereiten. Wie finden Sie das?

bam

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insgesamt 27 Beiträge
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fliffis 17.01.2018
1. ist doch OK
... die verbleibenden 2 Dollar in der Woche sind doch für eine 5-Jährige völlig ausreichend! Für unter 6 Jährige werden in Deutschland 0,50 - 1,00 Euro je Woche vorgeschlagen. Mit 2 Dollar (1.60 Euro) liegt sie da schon reichlich drüber (auch wenn die Kaufkraft in den USA sicher anders ist) 7 Dollar pro Woche, das "brutto-Taschengeld"- umgerechnet 25 Euro im Monat (7 Dollar in Euro * 4,35 Wochen im Schnitt) sind das, was man in Deutschland für 13-14 jährige vorschlägt. Ist doch clever gemacht: das Kind bekommt ein angemessenes Netto-Taschengeld - und das abgezogene Geld (was ja eh nur ein symbolischer Beitrag ist) später dann doch noch als angespartes Geld. Gute Idee!
Seraphan 17.01.2018
2.
Was soll denn der Schwachsinn? Sie zieht es Ihr gleich wieder vom Taschengeld ab? Grundsätzlich finde ich es schon nicht verkehrt. Wo ist aber der Lerneffekt, wenn sie keine Rechnung schreibt, nicht erwartet, dass die Tochter ihr das Geld selbst gibt? Traut sie ihr nicht? Wann setzt sie sie auf die Straße mit der extra Tüte Gummibärchen, die sie gekauft hat, statt ihren Stromanteil zu zahlen? Vermutlich nur ein Scam der Mutter, damit der eine oder andere Facebook User die nächste Mieterhöhung tragen kann.
jswoermer 18.01.2018
3. Die Kleine ist erst fünf!
Mit fünf Jahren ist das Gehirn noch sehr unter entwickelt. Beispielsweise kann man sich noch nicht zwei Dimensionen geschweige denn drei vorstellen. Manch ein Kind ist da in der magischen Phase. Wenn man mit dem Stock gegen den Zaun schlägt und in dem Moment ist Stromausfall in der Strasse, dann war es meine Schuld. Usw. Abstraktes Denken geht frühestens mit zehn. Eine Diskussion zum Beispiel über den Begriff Freiheit, den man bekanntlich nicht anfassen, sondern nur abstrakt denken kann, ist vorher schlicht nicht möglich. Einer Fünfjährigen daher schon den Nutzen eines ausgewogenen Haushaltsplanes nahe zu bringen, ist schon sehr ambitioniert und meistens physiologisch zum Scheitern verurteilt.
fuxx_1980 18.01.2018
4. Kapitalismus
Wo bekommt ein Mensch die grundlegenden Fähigkeiten beigebracht, um im Kapitalismus gut leben zu können? Das Problem ist ja nicht das System, sondern dass es nicht erklärt wird.
dt-t 18.01.2018
5. Bei 7$ Taschengeld für eine 5- Jährige...
... sind die 5$ Abzüge zu verschmerzen. Was übrig bleibt entspricht prozentual dem was ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in D auch für sich verwenden kann. Steigert die Mama das Taschengeld entsprechend der realen inflationsbereinigten Lohnentwicklung dürfte es aber in einigen Jahren heftige Diskussionen mit dem Nachwuchs geben.
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