Missbrauchsvorwürfe "Vanity Fair" soll James Franco aus Cover retuschiert haben

Nach den Vorwürfen gegen James Franco verzichtet "Vanity Fair" für sein jährliches All-Star-Cover auf den Golden-Globe-Gewinner. Eine peinliche Photoshop-Panne unterlief dem US-Magazin bei Oprah Winfrey.

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Claire Foy, Nicole Kidman, Oprah Winfrey, Reese Witherspoon, Tom Hanks, Robert De Niro und Harrison Ford: Für das jährliche Hollywood-Cover hat die US-Zeitschrift "Vanity Fair" zahlreiche Promis von Starfotografin Annie Leibovitz ablichten lassen. Doch auf dem fertigen Cover fehlt einer - der aktuelle Golden-Globe-Gewinner James Franco.

"Wir haben uns dazu entschieden, James Franco nicht hinzuzufügen, nachdem wir von Vorwürfen zu Fehlverhalten erfahren haben", sagte eine Sprecherin dem "Hollywood Reporter" zu dem mehrseitigen, ausfaltbaren Cover mit insgesamt zwölf Stars. Dem 39-jährigen Schauspieler werfen mehrere Frauen sexuelle Belästigung vor, er weist die Anschuldigungen zurück.

Bei bei dem "Vanity Fair"-Shooting sei Franco aber noch dabei gewesen, schreibt "Hollywood Reporter". Die Redaktion habe sich erst später entschieden, Franco aus der üppigen Collage herauszuretuschieren. Eine Bestätigung für diese Angabe gibt es bislang nicht.

Klar ist: Das Cover sorgt auch aus weiteren Gründen für Diskussionen. Schauspielerin Reese Witherspoon scheint etwa drei Beine zu haben - zur Freude von Lesern und US-Medien, die sich über "Photoshop-Pannen" amüsieren.

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Witherspoon nahm das vermeintlich zusätzliche Körperteil mit Humor: "Ich schätze, nun weiß es jeder... Ich habe drei Beine. Ich hoffe, ihr könnt mich trotzdem noch als die akzeptieren, die ich bin", schrieb die 41-Jährige.

Moderatorin Oprah Winfrey, die auf dem Cover neben Witherspoon sitzt, antwortete ebenso amüsiert: "Ich akzeptiere dein drittes Bein. Weil ich weiß, dass du meine dritte Hand akzeptierst."

Die 63-Jährige bezog sich dabei auf ein anderes Foto derselben Ausgabe, auf dem sie mit auffallend vielen Händen abgebildet ist: Eine ist locker in die Hüfte gestützt, die zweite liegt auf ihrem Oberschenkel - und eine dritte schlingt sich von hinten um Witherspoons Taille.

Die "Vanity Fair"-Redaktion hat inzwischen reagiert. Man hätte sich zwar gefreut, den Lesern eine Exklusivstory über Witherspoons drittes Bein bieten zu können, twitterte die Zeitschrift. Es handle sich aber nur um das Innenfutter ihres bodenlangen beigefarbenen Kleides.

In Winfreys Fall sei ein Fehler unterlaufen, der online mittlerweile behoben wurde. "Wie schafft sie alles nur mit zwei Händen?", ergänzte das Magazin entschuldigend - auch wenn Winfrey Spekulationen über eine Präsidentschaftskandidatur zuletzt zurückgewiesen hatte.

apr/dpa



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