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25. Februar 2013, 13:21 Uhr

Vatikan

Papst ändert Regeln für Konklave

Papst Benedikt XVI. hat die Regeln für das Konklave zur Wahl seines Nachfolgers geändert. Damit kann die Wahl vor dem bisher anvisierten Termin Mitte März stattfinden. Die Bedingung: Alle wahlberechtigten Kardinäle müssen in Rom sein.

Rom - Papst Benedikt XVI. hat kurz vor dem Ende seines Pontifikats die Regeln für die Wahl seines Nachfolgers geändert und damit ein früheres Konklave möglich gemacht. Das Kardinalskollegium könne den Beginn der Papstwahl vorziehen, sofern alle Kardinäle in Rom anwesend seien, teilte der Vatikan am Montag in Rom mit.

Das Apostolische Schreiben (Motu proprio) des Papstes legt es damit in die Hand der Kardinäle, das Konklave entgegen der bisherigen Frist bereits vor dem 15. März zu eröffnen. Vor allem solle dafür gesorgt werden, dass die wahlberechtigten Kardinäle von niemandem angesprochen würden auf dem Weg in die Sixtinische Kapelle, wo die Wahl stattfindet, schreibt Benedikt XVI. Das Motu Proprio "Normas nonnullas" (lateinisch für "einige Normen") legt außerdem fest, dass zwei Kardinäle, die in eine Stichwahl gehen, nicht mehr wahlberechtigt sind.

In Rom war seit Tagen spekuliert worden, diese Versammlung werde bereits am 10. oder 11. März beginnen. Die vorgesehene Frist von 15 bis 20 Tagen nach Beginn der Sedisvakanz ("leerer Stuhl Petri") bis zum Konklave soll wahlberechtigten Kardinälen normalerweise Zeit geben, um aus aller Welt nach Rom zu reisen. Da Benedikt seinen Rücktritt früh angekündigt hatte, können sich die wahlberechtigten Kardinäle auf eine baldige Anreise einstellen.

ala/dpa

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