Vatikan Papst Franziskus will zwei Kirchenmänner heiligsprechen

Papst Paul VI. und der salvadorianische Erzbischof Óscar Romero sollen heiliggesprochen werden. Die beiden Geistlichen waren jedoch umstritten - Romero wurde 1980 während einer Messe ermordet.

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Papst Franziskus will seinen Amtsvorgänger Paul VI. und den ermordeten salvadorianischen Erzbischof Óscar Romero heiligsprechen. Franziskus habe die für die Kanonisierungen entsprechenden Dekrete am Dienstag unterzeichnet, teilte der Vatikan mit. Zuvor hatte der Heilige Stuhl zwei weitere Wunder der schon vor mehreren Jahren seliggesprochenen Kirchenmänner anerkannt. Dies war die Voraussetzung für die Heiligsprechung.

Der von 1963 bis zu seinem Tod 1978 regierende Papst Paul VI., dessen bürgerlicher Name Giovanni Battista Montini lautete, war wegen seines Verbots der Antibabypille umstritten. In seine Amtszeit fiel aber auch der Abschluss des zweiten Vatikanischen Konzils, das wichtige Reformen in der Kirche anstieß.

Die Heiligsprechung von Paul VI. ist für Ende Oktober bei einer Bischofssynode vorgesehen.

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Die nun angekündigte Heiligsprechung des ehemaligen Erzbischofs von El Salvador, Óscar Romero, war vatikanintern umstritten. Romero hatte sich zu Lebzeiten für besitzlose Bauern eingesetzt und gegen soziale Ungerechtigkeit argumentiert, was konservativen Kreisen übel aufstieß. 1980 wurde Romero während einer Messe ermordet. Es folgte ein blutiger Bürgerkrieg.

Konservative Gruppen im Vatikan hatten sich lange gegen die Erhebung des ermordeten Erzbischofs in den Heiligenstand gewehrt. Doch 2015 machte Franziskus den Weg zur Seligsprechung frei. Wann Romero heiliggesprochen wird, blieb zunächst offen.

cop/AFP

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