Italien Drei Menschen sterben bei Bootsunfällen in Venedig

Bei der Kollision zweier Boote in Venedig sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Schon seit Langem gibt es Streit über den zunehmenden Schiffsverkehr in der Lagunenstadt.

Helfer der italienischen Feuerwehr beim Einsatz in Venedig
Vigili del Fuoco/dpa

Helfer der italienischen Feuerwehr beim Einsatz in Venedig


Der Unfall ereignete sich kurz vor Mitternacht in der Gegend zwischen der kleinen Insel Sant'Andrea und dem Lido: In Venedig sind ein Motorboot und ein Fischerboot zusammengestoßen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben und vier Personen wurden verletzt, wie die Feuerwehr mitteilte.

Bei den Toten soll es sich um zwei Fischer aus der Stadt handeln, wie italienische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Sicherheitskräfte berichteten. Die vier Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Auf dem Motorboot seien vier junge Menschen gewesen, in dem Fischerboot zwei. Nach ersten Erkenntnissen habe das Motorboot das andere Schiff gerammt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Das Motorboot war lokalen Medien zufolge sehr schnell unterwegs.

Kurz nach dem Unglück starb bei einem anderen Bootsunglück außerhalb der historischen Altstadt von Venedig ein weiterer Mensch. Das Boot sei umgekippt, womöglich wegen Wellengangs, berichteten die Nachrichtenagenturen Ansa und ADN Kronos. Vier Insassen zogen sich demzufolge Verletzungen zu.

"Leider ist Venedig eine Autobahn im Meer geworden, auf der Motorboote ohne Regeln rasen", sagte Stefano Pedica vom sozialdemokratischen Partito Democratico (PD). "Die Proteste der Gondolieri und der Fischer sind bisher ungehört geblieben." Der Bürgermeister müsse nun mutig sein und Motorboote verbieten.

Über den Schiffsverkehr in Venedig wird seit Langem gestritten. Aus Sicht der Kritiker sind zu viele Schiffe auf den Kanälen unterwegs: Neben den Wasserbussen, den Vaporetti, gibt es unter anderem Wassertaxis, Gondeln und Motorboote.

Zwar hat die Stadt strikte Auflagen für Boote in den Kanälen, zum Beispiel im Canal Grande, trotzdem kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen.

kha/mxw/dpa



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