Unwetter Wirbelsturm verursacht schwere Schäden in Nordrhein-Westfalen

Am Niederrhein hat ein Tornado gewütet. Mindestens ein Mensch wurde dabei schwer verletzt. Einige Häuser sollen so stark beschädigt sein, dass sie unbewohnbar sind.

DPA

Ein Tornado hat im Raum Viersen am Niederrhein am Mittwochabend nach Behördenangaben eine "Schneise der Verwüstung" angerichtet. Mindestens ein Mensch wurde bei dem Unwetter schwer verletzt. "In Viersen-Boisheim sind Häuser so stark beschädigt, dass sie vorübergehend unbewohnbar sind", teilte der Kreis mit. In dem Ortsteil mit 2000 Einwohnern haben nun 40 bis 50 Häuser Schäden, berichtete die Stadt Viersen.

Zahlreiche Häuserdächer seien abgedeckt, Bäume umgeknickt, Straßen nicht befahrbar. Auch die Autobahn 61 nahe der niederländischen Grenze war teilweise von Sperrungen betroffen. Die "Rheinische Post" hatte zuerst berichtet.

Gegen 18 Uhr sei der Wirbelsturm über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen, berichtete die Kreisverwaltung auf ihrer Facebook-Seite.

Ein Sprecher des Kreises berichtete von einem Schwerverletzten in Nettetal-Schaag und einem Feuerwehrmann, der einen Stromschlag erlitten habe. Die Polizei berichtete ebenfalls von zwei verletzten Personen: Ein 23-jähriger Mann sei durch herabstürzende Äste schwer verletzt worden. Ein weiteres Opfer habe leichte Verletzungen erlitten. Ob es bei den Angaben der Polizei und des Sprechers des Kreises um dieselben Menschen handelt, ist derzeit unklar.

Die Bahnstrecke zwischen dem rheinischen Mönchengladbach und dem niederländischen Venlo musste laut Polizei gesperrt werden. Auch mehrere Straßen blieben zunächst gesperrt, weil umgeknickte Bäume den Weg blockierten. Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa zehn bis 15 Minuten abgespielt.

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"Ein sehr eindrucksvoller Tornado zog über den Landkreis Viersen im Westen von Nordrhein-Westfalen hinweg, er richtete hier einige Schäden an", teilte der Wetterunternehmer Jörg Kachelmann auf seiner Internetseite mit. In Deutschland seien in diesem Jahr bisher mindestens sechs Tornados beobachtet worden, schreibt Kachelmann weiter.

cop/dpa/AFP

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