Visa-Probleme: Chinesin narrt Grenzer mit falschen Fingerabdrücken

Sie wollte zurück nach Tokio, um jeden Preis: Nachdem eine illegal in Japan lebende Chinesin ausgewiesen worden war, ließ sie sich ihre Fingerkuppen operieren, um so erneut einreisen zu können. Der Trick flog auf.

Tokio - Im Jahr 2007 war die 27-jährige Lin Rong wegen einer ungültigen Aufenthaltsgenehmigung aus Japan nach China abgeschoben worden. Im vergangenen Jahr gelang ihr dann die Wiedereinreise mit einem falschen Pass, nachdem sie die Haut auf ihren Daumen und Zeigefingern hatte vertauschen lassen. Die biometrischen Scanner am Grenzübergang erkannten die Identität der Frau nicht - sie durfte passieren.

Der Zeitung "Yomiuri Shimbun" zufolge zahlte die Frau umgerechnet rund zehntausend Euro für den Eingriff. Auf die Spur kamen die Behörden der 27-Jährigen im vergangenen Monat, nachdem sie wegen einer vorgetäuschten Ehe festgenommen wurde und Ermittlern seltsame Narben an ihren Fingerspitzen auffielen.

ala/AFP

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