Protest-Kampagne in den USA: Der Zombie-Präsident

Barack Obama bekommt Konkurrenz. Nun ja, beinahe. Ein US-Fernsehkonzern schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Präsidentenamt: A. Zombie. Der Untote tritt mit einer einzigen Mission an.

Kampagne von AMC: Protest der Untoten Fotos
AFP

Hamburg - Natürlich denkt niemand ernsthaft, dass der Präsidentschaftskandidat A. Zombie Chancen auf das höchste US-Amt hat. Aber seine gerade öffentlich gemachte Kandidatur reicht aus, um für Aufsehen zu sorgen - und das ist es, worum es dem TV-Konzern AMC geht.

Seit Wochen schwelt der Streit zwischen AMC und Dish Network. Der TV-Satellitenservice möchte wenig lukrative Kanäle - darunter auch AMC - nicht mehr übertragen, im Juli dieses Jahres kam es zum Bruch. Seitdem protestiert der Sender: Anfang des Monats machten beispielsweise als Untote verkleidete Menschen New York unsicher. "Zombies gehören hier nicht her. Bringt sie wieder ins Fernsehen", war ihre Parole, mit der sie auf eine der erfolgreichsten AMC-Serien anspielten: Seit 2010 strahlt der Sender die Zombieserie "The Walking Dead" aus.

Und nun also ein eigener Präsidentschaftskandidat. In San Diego verkündete A. Zombie öffentlich seine Kandidatur, wie die "Washington Post" schreibt. Er tritt mit dem Versprechen an, den Kunden von Dish neue Kabel- beziehungsweise Satellitenanbieter zu suchen, bevor die dritte Staffel "The Walking Dead" am 14. Oktober startet. Und wie es sich für einen Präsidentschaftskandidaten gehört, startet A. Zombie schon bald seine landesweite Werbe-Tour in eigener Sache.

Der untote Kandidat wird in San Diego erwartet, in Dallas, New York, Atlanta sowie in Tampa und Charlotte. Damit er nicht allein reisen muss, haben die Verantwortlichen auch daran gedacht, ihm eine blonde Ehefrau an die Seite zu stellen. Eine Schauspielerin tut als Patty Morgan-Zombie das, was Frauen an der Seite von US-Präsidentschaftskandidaten meist tun: winken, lächeln, Hände schütteln.

"Er ist der richtige Mann, um dafür zu kämpfen, jederman in Amerika Zombies zu bringen", zitiert die Tageszeitung "USA Today" die Pseudo-Gattin. Er werde niemals aufhören, selbst, wenn es ihn umbringe. Schon wieder.

aar

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insgesamt 6 Beiträge
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1.
spoonium 21.08.2012
Hui. Vielleicht der ehrlichste Präsidentschaftsbewerber seit 6000 Jahren!
2.
blurps11 21.08.2012
Zitat von sysopDer Untote tritt mit einer einzigen Mission an.
Steuern für die Reichen senken und durch privatisierte ehemalige Staatsaufgaben noch mehr Fantastilliarden in deren Taschen umleiten ? Ach nee, gibt's ja schon...
3.
glen13 21.08.2012
Zitat von sysopBarack Obama bekommt Konkurrenz. Nun ja, beinahe. Ein US-Fernsehkonzern schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Präsidentenamt: A. Zombie. Der Untote tritt mit einer einzigen Mission an. Wahlen in USA: A. Zombie tritt als Präsidentschaftskandidat für AMC an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,851167,00.html)
Endlich ein Konservativer, der von außen so aussieht, wie er von innen ist. Untot.
4. Zombie im Hosenanzug
contergen 21.08.2012
Zitat von sysopBarack Obama bekommt Konkurrenz. Nun ja, beinahe. Ein US-Fernsehkonzern schickt einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Präsidentenamt: A. Zombie. Der Untote tritt mit einer einzigen Mission an. Wahlen in USA: A. Zombie tritt als Präsidentschaftskandidat für AMC an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,851167,00.html)
Untote haben wir selbst genug an der Macht. Wenn man den einschlägigen Dokumentationen dazu glauben darf hilft da nur Kopf abschlagen. Passt ja auch irgendwie..."es stinkt vom Kopf her".
5. Ich würde ihn wählen
balubaer 21.08.2012
Werbe Kampange oder nicht, ich würde ihn glatt aus protest wählen, wenn ich Amerikaner wäre.
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Bevölkerung: 310,384 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

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