Waldbrände in Kalifornien Flammen breiten sich aus

Hunderte Häuser brennen nieder, Tiere sterben, Menschen fliehen: In Kalifornien wüten zwölf schwere Waldbrände - zwei davon machen den Behörden besonders Angst.

REUTERS

Trotz des Einsatzes von mehr als 11.000 Feuerwehrleuten breiten sich die Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien weiter aus: Derzeit wüten zwölf größere Brände. Von denen halten die Behörden vor allem zwei in Atem. Hunderte Gebäude sind zerstört, Tausende Menschen auf der Flucht.

US-weit gibt es derzeit zahlreiche Großbrände, 36.000 Quadratkilometer Land wurden bereits zerstört. Hitze, besonders langanhaltende Dürre und Wind fachen die Flammen etwa in den Bundesstaaten Kalifonien, Washington und Oregon immer wieder an.

Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown rief für zwei Weinbaugebiete nördlich von San Francisco am Sonntag den Notstand aus. Für den gesamten Staat Washington hatte dies US-Präsident Barack Obama angesichts der schweren Waldbrände bereits im August getan. Zehntausende Feuerwehrleute sind im Einsatz, allein an Bundesgeldern flossen bislang 1,31 Milliarden Dollar in die Brandbekämpfung.

In Kalifornien bereiteten die Brände "Valley Fire" rund 160 Kilometer westlich und "Butte Fire" rund 160 Kilometer östlich der Stadt Sacramento besonders große Sorgen. Allein die beiden Feuer zerstörten bislang mehr als 50.000 Hektar Land, eine Besserung der Lage war nicht in Sicht.

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Daniel Berlant sind mehr als 6000 Häuser nach wie vor bedroht. Es gebe zudem unbestätigte Berichte von einem Toten, meldete die Nachrichtenagentur AFP. Vier Feuerwehrleute wurden mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht.

Brown rief für die Bezirke Lake und Napa den Notstand aus, um rascher Hilfsgelder zu mobilisieren. Mehrere Orte wurden evakuiert, die Schulen in den beiden Bezirken blieben am Montag geschlossen. Besonders betroffen durch die sich rasch ausbreitenden Feuer war der Ort Middletown im Verwaltungsbezirk Lake. "Ich schaue in alle Richtungen und alles, was ich sehe, ist Feuer", sagte der örtliche Feuerwehr-Chef Steve Baxman der Lokalzeitung "Santa Rosa Press-Democrat".

Browns Zivilschutzchef Mark Ghilarducci sagte "The Sacramento Bee", in 30 Jahren im Amt habe er noch keine Brände erlebt, die sich derart schnell ausbreiteten wie die beiden Monsterfeuer. Das Rote Kreuz stellte Notunterkünfte für m Menschen bereit, die ihre Häuser verlassen mussten.

apr/AFP



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