Waldbrand in Brandenburg Pionierpanzer soll Schneisen schneiden

Die Einsatzkräfte kämpfen auch mit schwerem Gerät der Bundeswehr gegen den Waldbrand südlich von Potsdam. Mit einem Panzer soll die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen.

DPA

Im Kampf gegen den Großbrand südwestlich von Berlin bekommt die Feuerwehr Unterstützung von der Bundeswehr. Ein Pionierpanzer sollte am Samstag Schneisen in den Wald bei Treuenbrietzen brechen. Damit könne die Feuerwehr näher an die letzten Glutnester herankommen, sagte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) nach einer Lagebesprechung.

Wie ein Sprecher der Bundeswehr bestätigte, handelt es sich bei dem nun eingesetzten Fahrzeug um einen Pionierpanzer "Dachs", der beim Pionierbataillon "803" in Havelberg stationiert ist. Auch zwei weitere Löschfahrzeuge der Bundeswehr vom Truppenübungsplatz Lenin sollten am Samstag die Feuerwehr im Kampf gegen die Flammen unterstützen.

Der Waldbrand war am Donnerstag ausgebrochen und hatte sich auf bis zu 400 Hektar ausgebreitet. 520 Menschen aus drei Dörfern mussten ihre Häuser verlassen. Munitionsreste aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Waldboden liegen, machen den Einsatz für die Feuerwehr hochgefährlich.

Bereits am Freitagmittag konnten die Bewohner von Frohnsdorf wieder zurück nach Hause. Die Evakuierung von Klausdorf und Tiefenbrunnen wurde am Samstagabend aufgehoben. Die rund 140 Einwohner können die Nacht wieder zu Hause verbringen.

Der Brand ist inzwischen unter Kontrolle und breitet sich nicht weiter aus. Sechs Feuerwehrleute hätten sich seit Donnerstag leichtere Verletzungen zugezogen, sagte eine Sprecherin des Landkreises Potsdam-Mittelmark. So hätten die Helfer etwa giftige Rauchgase eingeatmet oder Verletzungen an der Hand erlitten.

Pionierpanzer "Dachs" (Archiv)
DPA

Pionierpanzer "Dachs" (Archiv)

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit war die Waldbrandgefahr in den vergangenen Wochen stark gestiegen. Brandenburg mit seinen ausgedehnten Kiefernwäldern ist besonders bedroht.

Am Samstagmittag brach südlich von Potsdam ein weiterer Waldbrand aus, dessen Ausbreitung laut rbb jedoch schnell gestoppt wurde. Der "Bodenbrand" am Autobahndreieck Potsdam in der Nähe von Beelitz habe laut einer Sprecherin des Landkreises auf einer Fläche von etwa 1,5 Hektar gebrannt.

hut/dpa

TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.