Feuer in Wallfahrtsort Walldürn Brand zerstört Kapelle mit Lourdes-Grotte

Der Schaden geht in die Hunderttausende: In einem Pilgerort nahe Heilbronn ist eine Wallfahrtskapelle abgebrannt. Das wichtigste Heiligtum blieb offenbar verschont.

Ausgebrannte Wallfahrtskapelle in der Lourdes-Grotte in Walldürn
Adrian Hoffmann/DPA

Ausgebrannte Wallfahrtskapelle in der Lourdes-Grotte in Walldürn


Die Wallfahrtskapelle mit der Lourdes-Grotte im baden-württembergischen Walldürn ist durch ein Feuer zerstört worden. Was der Brand nördlich von Heilbronn für die laufende Wallfahrt bedeutet, ist offen, wie ein Polizeisprecher sagte. Warum das Feuer ausbrach, ist ebenfalls unklar. Die Kapelle in der Grotte brannte laut Polizei komplett ab. Verletzt wurde niemand. Der Schaden wurde auf 250.000 Euro geschätzt.

Die Walldürner Wallfahrt "Zum Heiligen Blut" geht auf das Jahr 1330 zurück. Es wird erzählt, dass der Priester Heinrich Otto damals während der Messe versehentlich einen Altarkelch umwarf. Der geweihte Wein ergoss sich der Legende nach über das Leinentuch für die Hostie. Daraufhin soll sich das Bild von Jesus Christus auf dem Tuch abgezeichnet haben.

Bis heute pilgern Gläubige nach Walldürn, um den Heilig-Blut-Altar zu besuchen. Kranke erhoffen sich Heilung. Die jährliche Hauptwallfahrtszeit erstreckt sich über vier Wochen, dieses Jahr seit dem 11. Juni und noch bis zum bis 9. Juli. Nach Angaben des Südwestrundfunks ist der Schrein mit dem Altar-Leinentuch von dem Brand nicht betroffen. Er soll sich in einer mehr als hundert Meter entfernt stehenden Basilika befinden.

apr/dpa

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