Weihnachtsbotschaften 2016 Geistliche und Politiker warnen vor einer gespaltenen Welt

Ob Papst Franziskus oder die britische Premierministerin Theresa May: In ihren Weihnachtsansprachen zeigen sich Politiker und christliche Würdenträger gleichermaßen besorgt über den Zustand der Gesellschaft.

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Politiker und christliche Würdenträger haben in ihren Weihnachtsansprachen düstere Töne angeschlagen. Viele sprachen von Krieg, Ängsten und einer zunehmenden Spaltung zwischen den Religionen und in der Gesellschaft. Aus Sorge vor islamistischen Anschlägen feierten viele europäische Städte Weihnachten unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen.

Im Petersdom in Rom rief Papst Franziskus am Heiligabend die 1,2 Milliarden Katholiken weltweit zum Mitgefühl mit allen Kindern auf, die Opfer von Krieg, Flucht und Obdachlosigkeit sind. Jeder sollte sich nicht nur vom "Kind in der Krippe" anrühren lassen, sondern sich auch der Kinder annehmen, die nicht von der Liebe einer Mutter oder eines Vaters umgeben seien, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Bundespräsident Joachim Gauck rief in seiner Weihnachtsansprache zu Mitmenschlichkeit und Zusammenhalt auf und warnte vor Hass und Vorurteilen. "Gerade in Zeiten terroristischer Attacken sollten wir die Gräben in unserer Gesellschaft nicht vertiefen, weder Gruppen pauschal zu Verdächtigen noch Politiker pauschal zu Schuldigen erklären", sagte Gauck in seiner fünften und letzten Weihnachtsansprache als Staatsoberhaupt.

Ein Auszug aus Joachim Gaucks Weihnachtsansprache im Video:

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Terror, Krieg und gesellschaftliche Spaltung bestimmten zwar die Ansprachen in Deutschland. Im Ausland mischten sich jedoch auch andere Themen in die Reden von Politikern und Staatsoberhäupter. Hier ein Überblick:

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Weihnachtsansprachen 2016: "Von Angst und Spaltung überschwemmt"

hpi/dpa/AFP



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