Weihnachtsmänner weltweit: Kommt ein Santa geflogen

Das Original wohnt natürlich in Lappland, doch weltweit sind Kopien unterwegs: Santa Claus und seine Doubles gehen gerade wieder auf Tour - als Bungeespringer, Verkehrsdirigenten und sogar unter Wasser. Eine Parade der verrücktesten Bartträger.

Weihnachtsmänner weltweit: Crazy Claus Fotos
AFP

Hamburg - Mit weißem Bart, roter Jacke und gigantischen Filzschuhen thront er in einem großen Sessel, zu Hause am Polarkreis. Die Heimat des Weihnachtsmanns liegt nahe Rovaniemi in Lappland, ganz im Norden Finnlands. Dem Mythos nach verlässt er diesen Ort alljährlich am Abend des 24. Dezember, um seine Reise um die Welt anzutreten.

Was folgt, ist ein heißer Ritt: Physiker vom Wissenschaftsmuseum Phaeno haben einmal ausgerechnet, dass der Weihnachtsmann mit einer Geschwindigkeit von 28.416 Kilometer pro Stunde unterwegs sein muss, wenn er am Heiligen Abend alle Kinder beliefern will.

Und diese Rechnung bezog sich nur auf die Kinder in Deutschland, nicht auszudenken, welch gigantische Geschwindigkeit er erreichen muss, will er Kinder rund um den Globus beglücken - unmöglich! Doch deshalb gibt es ja viele Doppelgänger, die Santa Claus helfen und ihn weltweit vertreten. Und einige von ihnen sind bereits unterwegs - ganz klassisch im Schlitten, aber auch per Hubschrauber, Schnellboot oder im Cabrio (Die besten Bilder von Santa und seinen Freunden finden Sie hier).

In London gönnten sich kürzlich 161 britische Weihnachtsmann-Doubles in der Nähe von Frome in Sommerset eine Abkühlung im Vorweihnachtsstress. In voller Santa-Montur und mit Taucherausrüstung ausgestattet sprangen die Männer in das nur etwas mehr als neun Grad kalte Wasser an der englischen Südküste.

Pirouetten im Verkehrschaos

Im Verkehrschaos der philippinischen Hauptstadt Manila sorgte ein tanzender Weihnachtsmann für Ordnung. Mit weißem Bart und roter Mütze zog der Verkehrspolizist auf einer der wichtigsten Kreuzungen der Metropole am Macapagal Boulevard alle Blicke auf sich. Hinter der Verkleidung steckte der 55-jährige Ramiro Hinojas, der mit seiner Tanzshow zu einer lokalen Berühmtheit geworden ist.

In einigen europäischen Ländern entlasten die Traditionen den Weihnachtsmann, der auch Père Noël, Santa Claus, Ded Moroz, Joulupukki oder Babbo Natale heißt, bei seiner Arbeit: So ist etwa in Spanien mehr Geduld als in Deutschland gefragt, denn Geschenke gibt es erst am 6. Januar. Dann ziehen die Heiligen Drei Könige mit ihren Gaben durch die Dörfer und werden mit prachtvollen Umzügen gefeiert.

Der Brauch geht darauf zurück, dass das Jesuskind zwar am 24. Dezember geboren worden sein soll, die Heiligen Drei Könige aber erst im Januar eintrafen, um ihm zu huldigen. Und in Italien ist fürs Schenken auch die Hexe Befana zuständig. In der Nacht zum 6. Januar fliegt sie auf ihrem Besen von Haus zu Haus, rutscht durch den Kamin und beschenkt die braven Kinder.

wit/AFP/dpa

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