Dortmund - Nach dem Fund einer britischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg müssen bis zu 7000 Menschen in der Dortmunder Innenstadt ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In der Evakuierungszone befinden sich auch drei Krankenhäuser - darunter eine Kinderklinik. Sie müssen nach Angaben eines Stadtsprechers allerdings nicht komplett geräumt werden. Vielmehr reiche es, die Patienten auf andere Stationen, die Flure oder in den Keller zu verlegen.
Vor den Kliniken kam es zu Verkehrsproblemen, weil Angehörige versuchten, Patienten abzuholen oder zu besuchen. Der städtische Krisenstab bat darum, derartige Fahrten zu unterlassen.
Bauarbeiter waren auf den zehn Zentner schweren Blindgänger gestoßen. Dabei wurde der chemische Zünder der Bombe versehentlich von einem Bagger beschädigt.
Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wollen nach der Evakuierung versuchen, die Bombe zu entschärfen. Wenn dies nicht gelingt, soll sie gesprengt werden. Für diesen Fall hält die Feuerwehr 50 Sandsäcke bereit. Sie sollen die Detonation dämpfen und verhindern, dass ein in der Nähe stehendes Hochspannungshäuschen beschädigt wird.
Erst am Dienstagabend war in Duisburg eine zehn Zentner schwere Fliegerbombe gesprengt worden. Sie hatte ebenfalls einen gefährlichen Säurezünder. Etwa 4200 Menschen mussten vorübergehend ihre Wohnungen räumen.
hut/dapd
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