Schwuler Star aus "Prison Break": Russland? Nein danke

Wentworth Miller antwortete höflich, als er zu einem Filmfestival in St. Petersburg eingeladen wurde. Teilnehmen wollte der Star aus "Prison Break" aber nicht. "Als homosexueller Mann muss ich absagen", schrieb er aus Protest gegen Russlands Gesetze.

Wentworth Miller: "Als Homosexueller muss ich absagen" Fotos
Getty Images

Los Angeles - Der Schauspieler Wentworth Miller hat eine Einladung zu einem Filmfestival in St. Petersburg aus Protest gegen die Diskriminierung von Homosexuellen in Russland abgelehnt. Der 41-Jährige ist vor allem für seine Hauptrolle in der erfolgreichen TV-Serie "Prison Break" bekannt.

"Vielen Dank für die nette Einladung", heißt es in einem Schreiben Millers, das von der Homosexuellenbewegung GLAAD veröffentlicht wurde. "Als jemand, der Russland früher gerne besucht hat und auch russische Vorfahren hat, würde ich gerne zusagen. Allerdings: Als homosexueller Mann muss ich absagen."

Für Miller ist die Absage gleichzeitig sein öffentliches Outing. Er sei tief besorgt über die Haltung der russischen Regierung zu den Rechten Homosexueller, schrieb der Schauspieler. Er wolle kein Festival in einem Land besuchen, in dem Menschen wie er systematisch daran gehindert würden, frei zu leben und zu lieben.

Im Juni hatte das russische Parlament ein Gesetz zum Verbot der "Werbung für nicht traditionelle sexuelle Beziehungen" verabschiedet. Kritikern zufolge sind damit alle Demonstrationen Homosexueller verboten. Auch Sympathiebekundungen können verfolgt werden. Das Anti-Homosexuellen-Gesetz wurde international kritisiert. Auch bei der Leichtathletik-WM in der vergangenen Woche in Moskau war es immer wieder Thema.

Wentworth Miller spielte in "Prison Break" die Rolle des Michael Scofield, der seinen Bruder aus dem Gefängnis befreien will. Zuletzt versuchte sich Miller auch als Drehbuchautor und lieferte unter anderem das Skript für den Horrorfilm "Stoker" mit Nicole Kidman.

hut/Reuters

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