US-Ostküste Tausende Flüge wegen Schneesturm gestrichen

Der Winter lässt der US-Ostküste keine Ruhe. "Toby" hat vielen Orten heftigen Schneefall und starken Wind gebracht. Für mehrere Bundesstaaten gilt eine Sturmwarnung.

DPA/ The Frederick News-Post/ Bill Green

Zu Frühlingsbeginn hat Schneesturm "Toby" an der US-Ostküste starke Behinderungen verursacht. Meteorologen erwarten mancherorts bis zu 40 Zentimeter Neuschnee binnen zweier Tage. Der Nationale Wetterdienst gab eine Wintersturmwarnung für mehrere Bundesstaaten von Massachusetts im Norden bis in den Westen von North Carolina heraus. Mehr als 70 Millionen Menschen sind betroffen. In Küstengebieten wurde mit Überflutungen gerechnet.

Am Mittwoch mussten mehr als 4000 Flüge gestrichen werden, davon allein 2200 an den New Yorker Flughäfen, wie die Webseiten Flightradar und FlightAware meldeten. Am New Yorker Flughafen JFK, dem Hauptzielflughafen für Reisende aus dem Ausland, fielen demnach etwas mehr als die Hälfte der Flüge aus.

Am internationalen Flughafen Newark im angrenzenden Bundesstaat New Jersey sollen den Angaben zufolge mehr als 70 Prozent der Flüge annulliert worden sein. In der Hauptstadt Washington wurden demnach 40 Prozent der Flüge am Reagan National Airport gestrichen. Viele Züge der Bahngesellschaft Amtrak verspäteten sich oder fielen aus.

"Toby" ist bereits der vierte Wintersturm innerhalb weniger Wochen an der US-Ostküste. Erst Anfang März hatte ein schwerer Sturm zu großen Problemen geführt, mehrere Menschen starben.

Durch den aktuellen Schneesturm blieben auch zahlreiche Bundesbehörden geschlossen. In New York, Philadelphia, Washington und in anderen Gegenden fiel der Unterricht an öffentlichen Schulen aus. Das Weiße Haus sagte alle Termine von US-Präsident Donald Trump ab, darunter ein Treffen mit seinem Kabinett. Viele Regierungsbehörden in Washington blieben geschlossen.

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Schneesturm: "Toby" tobt an der US-Ostküste

In der Hauptstadt Washington D.C. erwartete der Wetterdienst bis zu 15 Zentimeter Schnee. Die Stadt gilt als schlecht auf Wintereinbrüche vorbereitet. Die Behörden haben dort im Vergleich zu anderen Städten wenig Schneepflüge, weil sich die Anschaffung angesichts vieler milder Winter finanziell nicht lohnt.

apr/dpa/AFP

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