Unwetter in Norditalien Mehrere Verletzte - Zehntausende ohne Strom

Im Norden Italiens ist es zu schweren Unwettern gekommen: Menschen wurden verletzt, das Stromnetz brach zusammen, Züge hatten stundenlang Verspätung. Im Süden des Landes drohen hingegen Waldbrände.

Unwetterschäden bei Venedig
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Unwetterschäden bei Venedig


Bei Unwettern über Norditalien sind mehrere Menschen verletzt worden. Im äußersten Nordosten brach am Donnerstagabend außerdem das Stromnetz zusammen, laut dem Versorger e-distribuzione waren 70.000 Kunden in der Region Friaul-Julisch Venetien betroffen. Auch die Bahnstrecken waren vom Unwetter betroffen: Einige Züge hatten laut Nachrichtenagentur Ansa mehrere Stunden Verspätung.

Eine Frau wurde am Donnerstagnachmittag in Cavallino-Treporti bei Venedig von einem umstürzenden Baum schwer verletzt, wie Ansa berichtete. Etwa 50 Menschen hätten sich zudem an die Unfallstationen der Krankenhäuser gewandt, nachdem die Orte Caorle, Jesolo und San Michele al Tagliamento und Portogruaro an der Adriaküste von einer Windhose getroffen worden waren. Die Menschen seien von umherfliegenden Gegenstände leicht verletzt worden.

Der Zivilschutz hatte vor Gewittern, Regenschauern und Hagel sowie starkem Wind in mehreren Regionen im Norden des Landes gewarnt. Stürmen sollte es auch auf Sardinien. In der Toskana wurde mit Gewittern gerechnet. Am Wochenende waren mehrere Menschen bei schweren Unwettern in Norditalien gestorben.

In südlichen Landesteilen hingegen hielt die Hitze an - und damit auch die Waldbrandgefahr. Die Feuerwehr rückte wieder zu zahlreichen Einsätzen aus. Etwa 45-mal wurden beim Zivilschutz Löschflugzeuge angefordert, darunter im Latium, wo sich auch die Hauptstadt Rom befindet, sowie auf Sizilien und in Kalabrien.

aar/dpa

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