Wiesbaden - In der Nacht zum Mittwoch trat aus bisher unbekannter Ursache im Gastraum einer Wiesbadener Bar Kohlenmonoxid (CO) aus. Mindestens 13 Menschen zeigten Vergiftungssymptome. Ein Gast soll nach Einatmen des Gases in einen Autounfall verwickelt gewesen sein. Laut Polizei fuhr er gegen eine Laterne. Als man bei ihm eine CO-Vergiftung feststellte, erklärte er, er habe zuvor eine Shisha-Bar besucht, in der Wasserpfeifen zum Rauchen angeboten werden.
Wo genau das tödliche Gas in dem Lokal ausströmte, war am frühen Mittwochmorgen noch unklar, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Bei vier Betroffenen stellten die Rettungskräfte hohe CO-Werte fest. Lebensgefahr bestand aber nicht. Rettungswagen brachten die Verletzten ins Krankenhaus. Neun Bewohner der im selben Haus gelegenen Wohnungen wurden in Sicherheit gebracht.
Laut Feuerwehr wurde das Gebäude belüftet, sodass keine Gefahr mehr für die Bewohner besteht. Die Shisha-Bar bleibt vorerst geöffnet, allerdings wurde das Ordnungsamt eingeschaltet. Ob sich der Lokalbesitzer für den Unfall verantworten muss, war zunächst unklar. Es wird vermutet, dass sich das gefährliche Kohlenmonoxid durch den Betrieb der Wasserpfeifen mit Holzkohle entwickelt hat.
Kohlenmonoxid ist geruchs- und geschmacklos, es entsteht bei der Verbrennung von Kohlenstoff. Gelangt es über die Lunge in den Blutkreislauf, behindert es den Sauerstofftransport und kann zum Tod durch Ersticken führen. Eine leichte Kohlenmonoxid-Vergiftung macht sich durch Kopfschmerzen, Schwindel und grippeähnliche Symptome bemerkbar.
ala/dpa
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