Anonyme Spenden Das Wunder von Wolfsburg

"100.000 Euro in bar - das gab es noch nie": In Wolfsburg werden regelmäßig hohe Geldbeträge in einer Zeitungsredaktion abgegeben - mal für den Tierschutz, mal für ein Hospiz. Der Fall weckt Erinnerungen.

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In Wolfsburg hat mindestens ein anonymer Wohltäter mehrfach große Geldsummen für soziale Zwecke abgegeben. Der Mann gab in der Lokalredaktion der "Wolfsburger Nachrichten" fünf dicke Geldbündel mit insgesamt 100.000 Euro in bar ab, wie die Zeitung nun berichtet. Er möchte mit seiner Spende die Eröffnung eines zweiten Hospizhauses in der Stadt unterstützen.

Es war nicht die erste Gabe dieser Art. "Der Spender war schon früher bei uns - wir können keine Angaben darüber machen, wie oft", sagte Stephanie Giesecke, Lokalredakteurin des Blattes. Der Redaktion waren zuletzt Spenden für diverse Zwecke wie den Tierschutz übergeben worden, im Dezember erhielten die Journalisten 50.000 Euro für den Hospizverein. Die Zeitung macht keine Angaben, ob es sich in allen Fällen um denselben Spender handelte.

In einem Begleitschreiben zur aktuellen Spende versichert der Wohltäter, das Geld stamme aus versteuertem Einkommen. "Der Betrag ist nicht zweckgebunden und kann, falls sich das Vorhaben nicht verwirklichen lässt, auch anderweitig verwendet werden", zitiert ihn die Zeitung.

"Wir empfinden das als Wertschätzung"

"Wir sind total platt", sagte der Geschäftsführer des Hospizvereins, Lucas Weiß nach Übergabe der Spende. "100.000 Euro in bar - das gab es noch nie", sagte er. "Wir empfinden das auch als große Wertschätzung unserer Arbeit." Auch der Verein wisse nicht, wer der Wohltäter sei. "Wir sind dem Spender unendlich dankbar und möchten uns alle auf diesem Wege bei ihm bedanken."

Der Fall erinnert an eine Serie von Spenden, die als "Wunder von Braunschweig" vor einigen Jahren Aufsehen erregte. Ein unbekannter Wohltäter verteilte von 2011 an einige Jahre lang Umschläge mit Fünfhunderteuroscheinen für soziale Zwecke - unter anderem für eine Schule, Kindergärten, die Stadtbibliothek, Kirchengemeinden und die Tafel. Meist lag ein Zeitungsartikel bei, der auf den Verwendungszweck hinwies.

mxw/dpa



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