Zugunglück in Bad Aibling Laut Polizei sind alle Vermissten gefunden

Nach dem Zugunglück von Bad Aibling sucht die Polizei nicht mehr nach Vermissten. Zehn Menschen starben bei der Kollision zweier Regionalzüge, 17 weitere wurden schwer verletzt.

Getty Images

Nach dem Zugunglück von Bad Aibling sind alle Vermissten gefunden. "Es wird niemand mehr vermisst", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd SPIEGEL ONLINE. Dies habe ein Datenabgleich zwischen Rettungskräften und Krankenhäusern ergeben.

Am Dienstagmorgen um 6.48 Uhr waren nahe Bad Aibling zwei Meridian-Züge der Bayerischen Oberlandbahn frontal zusammengestoßen. 17 Personen wurden schwer verletzt, etwa 90 Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen.

Medienberichten zufolge ist die Unglücksursache nach ersten Ermittlungen "menschliches Versagen". Das berichteten am Dienstagabend die Nachrichtenagentur dpa und die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" ("HAZ") unter Berufung auf "zuverlässige Quellen". Nach Informationen der "HAZ" könne eine "verhängnisvolle Fehlentscheidung eines Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling" für den Unfall verantwortlich sein.

Die Polizei allerdings wollte am Mittwochmorgen zur möglichen Unglücksursache keine Angaben machen: "Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation und damit unseriös", sagte der Sprecher. Mit ersten Ergebnissen könne erst in Wochen oder Monaten gerechnet werden. Die Kriminalpolizei habe seit den frühen Morgenstunden die Ermittlungen vor Ort aufgenommen.

Fotostrecke

18  Bilder
Zugunglück: Der Unfall bei Bad Aibling
Die Bergungsarbeiten waren in der Nacht unterbrochen worden und sollten bei Tagesanbruch fortgesetzt werden. Die eingleisige Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim ist weiterhin gesperrt. Der Schienenersatzverkehr habe sich inzwischen "eingetaktet", teilte die Bayerische Oberlandbahn mit.

Etwa 150 Menschen sollen nach Behördenangaben an Bord der beiden Regionalzüge gewesen sein.

ala/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.