Französische Dschungelshow: Gestorbener Kandidat war herzkrank

Zwei Todesfälle im Zusammenhang mit der Reality-Show "Koh-Lanta" hatten in den letzten Wochen die französische Öffentlichkeit erschüttert. Jetzt stellt sich heraus: Der Kandidat, der bei Dreharbeiten ums Leben kam, litt bereits zuvor an einer Herzkrankheit.

Paris - Der aufsehenerregende Todesfall beim Dreh der französischen Dschungelshow "Koh-Lanta" hätte möglicherweise nicht verhindert werden können. Nach ersten Ergebnissen der Obduktion war der beim Tauziehen am Strand einer kambodschanischen Insel gestorbene Teilnehmer Gérald Babin herzkrank. Aufputschmittel oder Drogen seien nicht nachgewiesen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Tod des 25-Jährigen hatte Spekulationen um ein mögliches Fehlverhalten des Produktionsteams ausgelöst. Anonym warfen Zeugen Verantwortlichen vor, die Behandlung des Kandidaten herausgezögert zu haben, nachdem dieser zusammengebrochen war. Team-Mediziner Thierry Costa nahm sich daraufhin das Leben und verschärfte damit Gerüchte über ein völliges Aus für die in Frankreich äußerst beliebte Abenteuer-Show.

Die Dreharbeiten für die 16. "Koh-Lanta"-Staffel waren nach dem Tod Babins unverzüglich eingestellt worden. Das Reality-Format ähnelt früheren deutschen Serien wie "Survivor", "Gestrandet" oder "Das Inselduell". Die Kandidaten müssen dabei auf einer einsamen Insel ums "Überleben" kämpfen.

rls/dpa

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