Gewitter an US-Ostküste: Mehr als eine Million Amerikaner ohne Strom

Schwere Gewitter haben an der US-Ostküste die Stromversorgung unterbrochen. Mehr als eine Million Menschen waren betroffen, unter anderem in der Hauptstadt Washington. In West Virginia wurde der Notstand ausgerufen.

Washington - Heftige Stürme haben am Freitagabend in den US-Bundesstaaten Maryland und West Virginia die Stromversorgung für mehr als eine Million Menschen unterbrochen. Wie die "Washington Post" berichtet, fegten Stürme mit 100 Stundenkilometer oder mehr Richtung Osten durch die Region Washington. Es habe gehagelt und geblitzt. Der Verkehr sei betroffen gewesen. Bäume seien umgestürzt und Äste abgerissen.

Betroffen waren am Freitag unter anderem die Hauptstadt Washington und der Staat West Virginia, in dem der Notstand ausgerufen wurde. Insgesamt waren mehr als eine Million Menschen ohne Elektrizität. Es könne Tage dauern, bis alle wieder mit Elektrizität versorgt werden könnten, berichtet die Zeitung. Das würde für viele Menschen den Ausfall von Klimaanlagen bedeuten.

Die Menschen an der Ostküste der USA leiden unter der ersten Hitzewelle des Sommers. Es herrschen Temperaturen um die 40 Grad - im Großraum Washington soll es am Wochenende sogar noch heißer werden.

cte/Reuters/dpa

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1. Lob des Dezentralen
suchenwi 30.06.2012
Das US-Stromnetz muss ja schrecklich zentralisiert sein, dass gleich für eine Million Leute die Lichter ausgehen. Da sitzen sie im Dunkeln und denken vielleicht, dass Photovoltaik auf dem Dach doch was gutes wäre... oder auch sturmfeste Windgeneratoren... Das Wetter wird in Zukunft stürmischer werden. Bei starkem Sonnenschein sind dagegen Photovoltaik und Klimaanlage eine schöne Kombination :^)
2. Nicht die Zentralisierung, die Leitungen!
j.e.r. 30.06.2012
"Das US-Stromnetz muss ja schrecklich zentralisiert sein, dass gleich für eine Million Leute die Lichter ausgehen. Da sitzen sie im Dunkeln und denken vielleicht, dass Photovoltaik auf dem Dach doch was gutes wäre... oder auch sturmfeste Windgeneratoren... Das Wetter wird in Zukunft stürmischer werden. Bei starkem Sonnenschein sind dagegen Photovoltaik und Klimaanlage eine schöne Kombination" zeugt von wenig Sachkenntniss. In den USA (und Kanada) sind verschiedenste Strukturen zu finden, einige Ballungs-Zentren mit wenig Strom-Einspeisungen, aber auch effiziente Netze. Aber für so gut wie alle Stromverteilung werden oberiridische Leitungen verwendet, mit beliebig vielen Trafos auf Strommasten (die wie alte Abfallkübel aussehen: so ist bei jedem Film sofort klar ob er in den USA gedreht wurde). Und diese oberirdischen Stromversorgungen werden über grössere Flächen bei Sturm und vor allem Eisregen beschädigt. Die Zusatzbelastungen bei Ausflällen einzelner Verbindungen schlagen sich dann oft genug auch auf die benachbarten Verindungen aus - und der Dominoeffekt läuft dann weiter .... Schon erlebt: eine Hauptzuführung von 3 in Reparatur, Blitzschlag auf zweite, die kurz ausgeschaltet wird, Ueberspannung auf die dritte, die ausfällt, die zweite wird nach dem Blitzschlag aufgeschaltet und fällt wegen Ueberbelastung aus - 3 Millionen-Metropole 6 Stunden ohne Strom. Oder: Eisregen reisst alle Stromleitungen in einem Radius von 30 km weg - ein paar Städte mit über 10'000 Einwohnern bis 4 Wochen ohne Stromzuführung. Farmer und teilweise auch Einfamilienhäuser haben halt für solche Fälle eigene Stromgeneratoren ....
3. Lieber billigen Strom,
lef 30.06.2012
der vieeleicht einmal im Jahr eionige Stunden ausfällt, als unglaublich überteuerten All-inclusive-Strom! In WV kostet die Kilowattstunde Strom eben auch nur 8 ct! (hier schon das dreifache!!)
4.
querulant_99 30.06.2012
Die Amerikaner machen nicht gleich in die Hose, wenn der Strom durch einen technischen Defekt oder durch eine Naturkatastrophe für ein paar Tage ausfällt. So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York ausgefallen. Grund war damals eine technische Störung im Stromnetz in der Nähe der großen amerikanischen Seen, also weit, weit weg von New York. Man hätte die Stromversorgung viel schneller wieder herstellen können, wenn das Netz redundanter aufgebaut gewesen wäre. Das aber erfordert zusätzliche teure Leitungen, insbesondere bei diesen riesigen Entfernungen. Der Ami ist da viel pragmatischer als wir: Lieber mal ein paar Tage ohne Strom, als hohe Stromkosten.
5. Ohne Strom
Andreas-Schindler 30.06.2012
Zitat von querulant_99Die Amerikaner machen nicht gleich in die Hose, wenn der Strom durch einen technischen Defekt oder durch eine Naturkatastrophe für ein paar Tage ausfällt. So ist vor ein paar Jahren mitten im Winter tagelang der Strom in New York ausgefallen. Grund war damals eine technische Störung im Stromnetz in der Nähe der großen amerikanischen Seen, also weit, weit weg von New York. Man hätte die Stromversorgung viel schneller wieder herstellen können, wenn das Netz redundanter aufgebaut gewesen wäre. Das aber erfordert zusätzliche teure Leitungen, insbesondere bei diesen riesigen Entfernungen. Der Ami ist da viel pragmatischer als wir: Lieber mal ein paar Tage ohne Strom, als hohe Stromkosten.
Im Sommer ist es nur die Klimaanlage und der Kühlschrank der nicht Funktioniert mit geringen Folgekosten. Aber im Winter friert die Wasserleitungen zu wenn die Heizung ohne Strom kalt bleibt. Also ob es für Amis wirklich kein Problem ist ein paar Tage ohne Strom durch zu stehen möchte ich bezweifeln wenn der Kühlschrank anfängt zu stinken oder im Winter die Wasserleitung kaputt gehen. Auch kann es sein das die Geschäfte zu haben wenn sie auch kein Strom haben.
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