Gewonnene Wette Ehemann verpasst seiner Frau Elektroschocks

Wenn meine Lieblings-Footballmannschaft deine schlägt, darf ich dich mit einer Elektroschockpistole malträtieren: Diese Wette schloss ein US-Amerikaner mit seiner Frau ab. Nun stellt sich die Frage, ob er auf die Einlösung des Gewinns nicht besser verzichtet hätte.

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Mayville - John G. und seine Frau Nicole sind Footballfans. Er mag das Profiteam Chicago Bears, sie die Green Bay Packers. Am Montag spielten die Mannschaften gegeneinander.

Im Vorfeld schloss das Ehepaar eine Wette ab, wie unter anderem die Zeitung "USA Today" berichtet. Einsatz waren aber nicht etwa ein paar Dollar oder eine Woche Hausarbeit - stattdessen sollte John seiner Frau Elektroschocks mit einem Taser verpassen dürfen, falls die favorisierten Packers verlieren.

Nun muss man wissen, dass Taser schwere Verletzungen verursachen oder sogar zum Tod führen können: Erst im August war in Florida ein Graffiti-Künstler gestorben, nachdem die Polizei mit einem Elektroschocker auf ihn gefeuert hatte. Die gesundheitlichen Risiken des Wetteinsatzes schienen das Ehepaar G. allerdings nicht zu stören.

Die Bears gewannen 27:20.

Vor einer Bar rauchten John und Nicole eine Zigarette, als der 42-Jährige seine Elektroschockpistole zog und dreimal auf seine Frau feuerte. Zweimal traf er sie am Gesäß, einmal am Oberschenkel. Kurz darauf rief Nicole G. die Polizei. Die Ermittler fanden auf dem Handy der Frau SMS, die die Wette bestätigten - und ein Video des Vorfalls.

Den Polizisten sagte Nicole, sie habe nicht damit gerechnet, dass ihr Mann seinen Wettgewinn tatsächlich einlösen würde. Als Andenken trägt sie nun Brandspuren auf der Pobacke. Und sie sollte sich vielleicht die Frage stellen, ob in ihrer Ehe etwas grundsätzlich verkehrt läuft.

John G. hat dagegen ganz andere Sorgen. Er besitzt keine Lizenz für den Taser und wurde wegen des illegalen Tragens einer elektrischen Waffe festgenommen. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm bis zu 10.000 Dollar Geldstrafe und maximal sechs Jahre Gefängnis.

Zum Zeitpunkt des Angriffs hatten die Eheleute übrigens mehr als ein Promille Alkohol im Blut.

ulz

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