Gifhorn 19-Jähriger stirbt beim Klettern auf Bahnmast

Ein 19-Jähriger ist am Samstagabend gestorben, als er an der Bahnlinie zwischen Hannover und Wolfsburg einen Mast hochkletterte. Seine Freundin rief sofort den Notarzt, doch die Rettungskräfte konnten nicht mehr helfen.


Vor den Augen seiner Freundin ist ein 19-Jähriger nach einem Stromschlag an einer Bahnlinie bei Gifhorn gestorben. Der Jugendliche kletterte am Samstagabend auf den Mast einer Oberleitung an der Bahnlinie zwischen Hannover und Wolfsburg, wie die Polizei mitteilte.

Der junge Mann kam den Kabeln zu nah und wurde von einem Stromschlag getroffen. Die Polizei schreibt von einem Spannungsüberschlag. Daraufhin fiel der 19-Jährige in die Tiefe, heißt es in der Mitteilung. Seine 17 Jahre alte Freundin rief sofort die Rettungskräfte. Ein Notarzt konnte allerdings nur noch den Tod feststellen.

Gefahr schon ab 1,50 Meter Entfernung

Die Polizei warnt regelmäßig davor, Hochspannungsleitungen wie bei der Bahn zu nahe zu kommen. Schon ab 1,50 Meter Entfernung könne Strom überspringen. Immer wieder werden Kinder und Jugendliche verletzt, die auf Waggons klettern und so den Mindestabstand zu den Leitungen unterschreiten.

Ende 2017 war ein Jugendlicher aus München an einem Bahnhof in Österreich ums Leben gekommen, nachdem er auf einen Güterwaggon geklettert war. Von dort aus wollte der 16-Jährige eine Freundin auf dem Bahnsteig mit Schneebällen bewerfen.

Dabei geriet er nah an die Oberleitungen mit einer Spannung von 15.000 Volt. Wie im jetzigen Fall kam es ohne Berühren der Leitung zu einem Stromüberschlag. Der Jugendliche sei sofort tot gewesen, teilten die Behörden damals mit.

irb/dpa

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