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Einkauf in London: Killerspinne in der Obstkiste

Brasilianische Wanderspinne (Archiv): Böse Überraschung in der Bananenkiste Zur Großansicht
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Brasilianische Wanderspinne (Archiv): Böse Überraschung in der Bananenkiste

Böse Überraschung für eine Familie in London: In einer Bananenlieferung aus dem Supermarkt hatte sich eine tödliche brasilianische Wanderspinne versteckt. Das Tier saß auf Hunderten winzigen Spinneneiern.

London - Eine Familie aus London hat beim Öffnen einer Lieferung der Supermarktkette Waitrose einen riesigen Schock bekommen. In der Kiste hatte sich zwischen Bananen eine brasilianische Wanderspinne eingenistet - eine der aggressivsten und giftigsten Spinnenarten der Welt. Ihr Biss kann auch für Menschen tödlich sein.

Familienvater Tim, der seinen Nachnamen nicht nennen wollte, habe die Spinne beim Auspacken der Kiste entdeckt, berichtete der britische "Guardian". Vor Schreck warf er sie samt Bananen in eine Obstschale, klemmte dabei das Bein der Spinne ein. Er fotografierte das Tier und fand dann im Internet heraus, wie gefährlich es ist. Tim flüchtete mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen - sieben und acht Jahre alt - aus dem Haus.

Dann versuchte der Vater, Hilfe zu holen. Doch weder die Tierschutzorganisation RSPCA noch die Polizei wollten es mit der Spinne aufnehmen, deren Biss innerhalb von zwei Stunden zum Tod führen kann. Schließlich schickte die Supermarktkette einen Mitarbeiter. Doch als der in der Küche der Familie nachsah, war das Tier verschwunden.

Die Spinne hatte sich ein Bein ausgerissen, um aus der Falle zu entkommen. Unter den Bananen hatte das Tier Hunderte winzige Spinneneier zurückgelassen. Waitrose alarmierte den Schädlingsbekämpfer Steve Trippett. Dieser packte die Eier in die Tiefkühltruhe, um sie abzutöten. Anschließend machte er sich mit einem langen Greifarm auf die Jagd nach der Spinne. Als der Schädlingsbekämpfer das Tier entdeckte, stellte es sich auf die Hinterbeine, zeigte seine Klauen.

Trippett schnappte die Spinne und packte sie in eine Sicherheitsbox. Das Tier soll jetzt in einem wissenschaftlichen Labor untersucht werden. "Ich muss immer daran denken, dass die Spinne mich oder meinen Sohn hätte töten können", sagte Tim der Zeitung "Mail on Sunday".

Es war nicht der erste Vorfall dieser Art in London. Vor knapp einem Jahr hatte eine Frau in einem Londoner Supermarkt Bananen gekauft. Auf dem Obst: eine winzige Wanderspinnenkolonie.

wit

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