Spiegelglatte Straßen: Blitzeis auf Autobahn - Massenkarambolage

Im Norden Deutschlands ist es auf spiegelglatten Straßen zu Dutzenden Unfällen gekommen. Allein auf der Autobahn 23 bei Hamburg fuhren in der Nacht zu Sonntag 14 Fahrzeuge ineinander. Die Strecke war anschließend stundenlang gesperrt.

Hamburg - Blitzeis und überfrierende Nässe haben in der Nacht zu Sonntag auf der Autobahn 23 im Kreis Pinneberg eine Massenkarambolage ausgelöst. Nach Angaben der Autobahnpolizei krachten auf einem 400 Meter langen Abschnitt bei Rellingen kurz nach Mitternacht 14 Pkw ineinander. Bei weiteren Unfällen kam es an zwei Pkw zu Blechschäden. Insgesamt wurden sechs Menschen leicht verletzt. Die Autobahn musste nahe Hamburg in beide Richtungen für mehrere Stunden gesperrt werden.

Auch auf anderen Straßen Schleswig-Holsteins und in Hamburg ereigneten sich in der Nacht witterungsbedingte Unfälle. Bei Wittenborn im Kreis Segeberg kam ein Fahrer mit seinem Pkw auf der Bundesstraße 206 wegen Glätte ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Dabei erlitt der Fahrer schwere, seine beiden Beifahrer leichte Verletzungen.

In Hamburg musste die Autobahn 253 in der Nacht auf einem Teilstück wegen Blitzeis für den Verkehr gesperrt werden. Auch die B4 zwischen Wilhelmsburg und Wilhelmsburg-Süd wurde von der Polizei wegen glatter Fahrbahn bis zum Morgen gesperrt. Nach Angaben der Feuerwehr stürzten auf vereisten Gehwegen in Hamburg zudem vier Fußgänger und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Der Hamburger Winterdienst war seit 1.30 Uhr mit 110 Fahrzeugen im Einsatz, wie ein Sprecher mitteilte. Schnee- und Eisregen habe für teils extreme Straßenglätte gesorgt, hieß es. Weitere 270 Fahrzeugen rückten ab 4 Uhr aus.

"Die Lage ist entspannt", sagte dagegen ein Polizeisprecher in Berlin. Es habe nur wenige eher leichte Verkehrsunfälle auf den glatten Straßen gegeben. Vereiste Fahrbahnen meldete die Polizei auch in Mecklenburg-Vorpommern. Dort hatten sich bereits am Samstag mehrere Unfälle bei dichtem Schneetreiben ereignet. Allein im Landkreis Ludwigslust-Parchim kam es nach Polizeiangaben zu 14 Karambolagen. Fünf Menschen wurden verletzt. Auch in Mitteldeutschland führten Schnee, Regen und Glatteis am Samstag zu zahlreichen Verkehrsunfällen. Allein in Sachsen-Anhalt kam es auf spiegelglatten Straßen laut Polizei zu mehr als hundert Unfällen.

Mildere Temperaturen zu Weihnachten

Trotz steigender Temperaturen sollten Autofahrer weiter vorsichtig fahren - vor allem im Norden. Am Sonntag fällt den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes zufolge im Nordosten noch Schnee, während es in den meisten Teilen des Landes kräftig regnet. Im Übergangsbereich muss mit gefährlichem Glatteis gerechnet werden. Die Temperaturen bewegen sich zwischen minus zwei Grad auf der Ostseeinsel Usedom und bis zu 15 Grad am Oberrhein.

Heiligabend kann es im Nordosten noch streckenweise glatt sein. Im Süden und teils auch in der Mitte Deutschlands bleibt es trocken, nach Norden und Nordwesten hin wird es im Tagesverlauf trüb und regnerisch. Das Thermometer klettert auf Werte bis fünf Grad im Nordosten und 16 Grad im Breisgau. In den Bergen und an der See sind Sturmböen möglich.

Am ersten Weihnachtstag regnet es vielerorts. Mit Höchstwerten zwischen sieben bis 13 Grad bleibt es mild. Starke Sturmböen sind weiterhin in den Bergen und an der See möglich.

wit/dapd/dpa

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