Minenbesuch in Kolumbien Trip ins Herz des Kohleriesen

Macht das Unternehmen Glencore schmutzige Geschäfte? Ein paar Rentner und Lehrer wollen es wissen. In Kolumbien besuchen sie die Minen des Rohstoffkonzerns. Sie sehen zerstörte Dörfer, kranke Menschen, verschmutzte Flüsse - und stellen den CEO zur Rede.

Minenfahrzeug im Tagebau
Corbis; [M] SPIEGEL ONLINE

Minenfahrzeug im Tagebau

Von Rocío und Daniel Puntas Bernet


Auf dem Höhepunkt der dreiwöchigen Reise spricht der 74-jährige Heiner Stolz aus Obfelden, Kanton Zürich, pensionierter Zierfisch- und Weinhändler, schlank und trotz Gehstock rüstig, den einen Satz aus, dem kein Manager dieser Welt gewachsen ist: "Ich habe in meinem ganzen langen Leben noch nichts gesehen, was mich gleichzeitig so traurig und wütend gemacht hat wie die Situation in den Dörfern rund um Ihre Mine."

Heiner Stolz sagt diesen Satz zu Mark McManus, dem CEO der Glencore-Steinkohlemine Prodeco in Kolumbien, Australier, 25 Jahre jünger als Stolz und mit allen Wassern gewaschener Minenmanager. McManus, stämmiger Nacken, bulliger Körper, Sommersprossen und kleine Hände, zeigt äusserlich keine Regung. Vor seiner Tätigkeit in Kolumbien hat er schon Steinkohle in Australien, Südafrika und Kanada aus dem Boden geholt und dabei, wie er mit angelsächsischer Ironie zu sagen pflegt, "die Drecksarbeit erledigt für die, die zu Hause gedankenlos den Lichtschalter betätigen".

Wenige Augenblicke zuvor hat McManus die siebenköpfige Schweizer Delegation im 17 Grad kalten und neonbeleuchteten Konferenzraum begrüsst, während draussen auf dem Minengelände schon morgens um acht über 30 Grad und Sonnenschein herrschen. Seinen höflichen Einstiegsfloskeln hat er ein charmantes "I already heard, you are very inquisitive" angehängt. Es hätte ein gemütlicher Arbeitstag mit der Schweizer Bürgerbewegung werden sollen, die überwiegend aus Rentnern und Lehrern besteht.

Prädikat: besonders verachtenswertes Geschäftsgebaren

McManus übergibt das Wort seinem Pressesprecher, der nun die ökonomische Erfolgsgeschichte von Glencores Kohlemine in Kolumbien mit Powerpoint-Folien präsentiert: jährlich eine Produktion von 14 Millionen Tonnen Steinkohle, 6500 Beschäftigte und damit einer der grössten Arbeitgeber Kolumbiens, Bau eines 550 Millionen Dollar teuren Hafens an der Karibikküste, damit die Kohle noch effizienter verschifft werden kann und schneller nach Europa gelangt, Millionen, die in Bildung und Entwicklungsprogramme für die Bevölkerung investiert wurden, denn "Kohle ist endlich, und Glencore will auch dann, wenn wir hier wieder gehen, positiv in Erinnerung bleiben". Mit verschränkten Armen und abwesendem Blick folgt McManus der Präsentation. Gut möglich, dass er an den Satz von Heiner Stolz denkt und seine Erwiderung an die unerwartet aufsässigen Schweizer vorbereitet.

Wenn es um Glencore geht, den Zuger Rohstoffkonzern und eines der grössten Schweizer Unternehmen, das mit Handel, Logistik und eigenen Minen eine global einzigartige Position im Rohstoffgeschäft aufgebaut hat, geht es immer auch um die Frage nach der Wahrheit. Empörte werfen Glencore Arbeiterausbeutung, Umweltverschmutzung und Korruption in politisch schwachen Staaten vor. Der börsennotierte Konzern, der seinen Aktionären und der Öffentlichkeit Rechenschaft über sein Handeln ablegen muss, hält dagegen, verweist auf sein soziales und wirtschaftsförderndes Handeln in von Armut geprägten Abbauländern. Der Konzern hat eine wechselvolle Vergangenheit, die bis zu Marc Rich und seiner Umgehung des UNO-Embargos gegen das südafrikanische Apartheidregime zurückreicht. 2008 gipfelte sie im Schmähpreis "Public Eye Award" am World Economic Forum (WEF) in Davos für besonders verachtenswertes Geschäftsgebaren. Gleichzeitig loben Börsenexperten Glencores integriertes Geschäftsmodell.

Gefunden in
Sieben Bewohner aus dem Säuliamt, einem bürgerlich geprägten Landstrich zwischen Zuger- und Zürichsee, wollten es genauer wissen. 2012 musste der Glencore-CEO Ivan Glasenberg im Zuge der Fusion mit Xstrata und des anschliessenden Börsengangs seiner Wohngemeinde Rüschlikon im Kanton Zürich 360 Millionen Franken ausserordentliche Einkommenssteuer entrichten. Dieses Geld floss über den kantonalen Finanzausgleich den einzelnen Gemeinden zu. Da witterten ein paar Bürger die Chance, dem dubiosen Konzern endlich genauer auf die Finger zu schauen. "An diesem Geld klebt das Leid von Tausenden und die Zerstörung der Umwelt!", rief einer an der Gemeindeversammlung von Hedingen. "Es ist dreckiges Geld, wir wollen es nicht. Lasst es uns den Produktionsländern zurückgeben!"

Zum Herz der kolumbianischen Steinkohleförderung

Eine politisch unrealistische Forderung - aber die Saat für etwas Verwegenes, Historisches. In der Folge sammelten Dutzende Bürger in den Gemeinden Hedingen, Obfelden, Hausen, Affoltern am Albis, Kappel am Albis und Mettmenstetten Unterschriften. Die Idee: wenigstens zehn Prozent des Geldes Hilfswerken zu spenden, die in den Produktionsländern Glencores aktiv sind - und damit ein Zeichen zu setzen. Tatsächlich: In den einzelnen Abstimmungen im Herbst 2013 sagten die Stimmbürger von fünf der sechs Gemeinden Ja. Medien weltweit berichteten über den Coup.

In der Euphorie der Stunde kam der Bewegung noch eine andere Idee. Im Zusammenhang mit Glencore war immer wieder von Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien die Rede gewesen, von Gewerkschaftern, die mit dem Tod bedroht wurden, von mit Kohlestaub vergifteter Umwelt, von vertriebenen Dorfbewohnern. Warum sich nicht ein eigenes Urteil bilden? Heiner Stolz rief auf zur "Tatortreise". Und Anfang Januar 2015 stiegen sieben Säuliämtler, drei Frauen und vier Männer zwischen 56 und 74 Jahren, in den Flieger nach Guajira und Cesar, dem Herz der kolumbianischen Steinkohleförderung. "Auf den Spuren von Glasenbergs Drecksgeld", wie es zu Hause am Stammtisch ein paar salopp formulierten.

Das erste Mal traurig und wütend wird Heiner Stolz am dritten Reisetag - in Tamaquito, einem verlassenen Indianerdorf in der Nähe von El Cerrejón, der größten Steinkohlemine Südamerikas, die zu je einem Drittel Glencore, BHP Billiton und Anglo American gehört. Sie ist mit 69.000 Hektar so groß wie Frankreichs zweitgrößtes Weinanbaugebiet, die Rhône. Von der Aussichtsplattform sind die riesigen Krater, welche über Jahrzehnte ausgehoben wurden, kaum zu überblicken. Hunderte von Baggern und Lastwagen wirken aus der Ferne wie Spielzeuge in einem viel zu großen Sandkasten. Sie fördern jedes Jahr weit über 30 Millionen Tonnen Steinkohle, welche größtenteils nach Europa exportiert werden. Durch die Förderung entsteht Kohlestaub, den der Wind in alle Himmelsrichtungen übers flache Land trägt. Er setzt sich, kaum sichtbar, auf Pflanzen und auf Feldern fest, legt sich auf Flüsse und Seen, dringt in Häuser ein, in die Atemwege der Menschen. Das vielleicht Perfideste am Kohletagebau ist seine vermeintliche Harmlosigkeit. Was ist schon etwas aufgewühlter Staub gegen das Reaktorunglück in Fukushima oder die Hunderte von Millionen Liter Rohöl, die nach der Explosion der Plattform "Deepwater Horizon" in den Golf von Mexiko flossen?

Versiegte Flüsse, kranke Kinder

Nach Tamaquito kam der Staub schleichend, näherte sich vom gegenüberliegenden Flussufer, vergiftete die dort liegenden indigenen Gemeinden, eine nach der anderen. "Wir merkten lange nichts davon", sagt Jairo Fuentes vom Stamme der Wayúu, der hier zur Welt kam und dessen Nabelschnur hier vergraben liegt. Er hat die Schweizer Gruppe nach einer holprigen Fahrt mit dem Jeep und einer kurzen Wanderung an den früheren Ortskern geführt, ein lichtes Waldstück, auf dem Holzreste, zwei Fußballtore, Steinformationen am Boden und verwitterte Kochvorrichtungen vom einstigen Dorfleben zeugen.

Jairo, dunkler Teint und schmale Augen, trägt ein weißes Hemd, auf dem die farbigen Embleme der verschiedenen Clans aufgestickt sind. Er spricht mit einer weichen Stimme, die im Kontrast steht zu seinem stämmigen Körper. In der Hand hält er den Holzstecken des Anführers. Bis vor Kurzem lebten hier 31 Familien, jagten und fischten, hielten Vieh und bauten Gemüse an, betrieben regen Handel mit den umliegenden afrokolumbianischen Gemeinden. Doch die Bagger der Mine El Cerrejón rückten Tamaquito immer näher. Zum Staub, der die einst kristallklaren Bäche und die unzähligen Heilpflanzen verschmutzte, die Lungen der Alten strapazierte, die Yucca-Palmen vermodern und das Vieh verenden ließ, kamen weitere Probleme: Das Militär, die Polizei und das Minen-Sicherheitspersonal waren auf einmal omnipräsent, sie bauten Zäune, privatisierten Wege. Wegen der Sprengungen in der Mine versiegten Flüsse und Quellen. Jagdgründe wurden beschnitten, die Fischbestände gingen zurück, Kinder erkrankten häufiger.

Die Wayúu hatten sich nie um Landtitel gekümmert und beanspruchten lediglich Gewohnheitsrecht. Jetzt standen ihnen plötzlich Minenmanager gegenüber, die von Eigentumsrechten redeten. Als 2001 das benachbarte Tabaco von den Behörden dem Erdboden gleichgemacht wurde, wussten die Wayúu, dass ihre Tage gezählt waren. Sie hatten nicht nur die Mine zum Feind, sondern auch den Staat. "Die Steuern und Abgaben der Konzerne landen seit Jahr und Tag in den Taschen der Politiker", sagt Jairo. "Warum sollten die sich auf unsere Seite schlagen?"

Wasseranschluss - und pro Familie eine Ziege

Immerhin: Die Indianer erreichten einiges. Gemeinsam mit dem Ältestenrat ging Jairo in die Offensive, beschloss die freiwillige Umsiedlung und stellte einen langen Katalog von Forderungen zusammen: eigene Landtitel, Kompensationszahlungen, eine ihrem Lebensstil angepasste Bauart der neuen Häuser, genügend Weideland und Vieh, ein Wasseranschluss, das uneingeschränkte Besuchsrecht ihrer heiligen Nabelschnur-Stätte und pro Familie eine Ziege - zum Opfern an die Mutter Erde beim Verlassen der alten Heimat. "Man wollte uns wie einen Fisch austrocknen, doch ein Fisch hat auch die Eigenschaft, dass er sich schwer packen lässt", erzählt Jairo.

Silvia Berger, kaufmännische Angestellte: "Ich will mich nicht für ein Unternehmen schämen, das in meinem Land ansässig ist. Gerade weil wir nur einfache Bürger sind, haben wir gegenüber Glencore Gewicht. Die Liste der kleinen Dinge, die ich als Mutter, Berufs- und Hausfrau mit angezettelt habe, ist lang: Mittagstisch, Pfarrsekretariat, Betreuung einer Alterssiedlung, Aktivitäten für bosnische Flüchtlingsfrauen, Mitgestaltung eines Verkehrskonzepts. Die Denkmäler hier zeigen überall Simón Bolívar, den grossen südamerikanischen Befreiungskämpfer. Wäre doch toll, wenn dereinst Glencore-CEO Ivan Glasenberg danebenstünde."

Von aussen betrachtet, ist das neue Tamaquito ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Umsiedlung. Schöne, grosse Häuser für jede Familie, gebaut auf einer grosszügigen Lichtung. Die Bewohner kochen immer noch lieber auf der offenen Feuerstelle und nicht in den neuen, modernen Küchen, und nachts spannen sie ihre Hängematten unter dem freien Himmel auf, um im Traum mit den Ahnen zu reden. Im Gespräch mit der Bevölkerung dominieren trotzdem Frust und Unmut: Die Mango- und Zitronenbäume verdorren, das Trinkwasser ist salzig, die Kinder leiden neuerdings unter Hautkrankheiten, die von der Mine El Cerrejón zugesicherten landwirtschaftlichen Aufbauprojekte funktionieren nicht. Jairo droht: "Wenn sich die Lage nicht bald bessert, werden wir die Schienen des über hundert Güterwagen langen Kohletransports an die Küste blockieren."

"Ja, ich will etwas bewegen!"

Die Schweizer Delegation kauft den Frauen farbige, von Hand gestrickte Umhängetaschen ab und verspricht Jairo Fuentes, Glencore die Nachricht zu überbringen. Im Kleinbus geht es anderntags weiter zu den umgesiedelten Gemeinden Roche und Las Casitas. Beides afrokolumbianische Bauerndörfer, welche der Kohlestaubbelastung weichen mussten. Die Bewohner sind wütend auf die Minenbetreiber und reden sich im Schatten von ein paar Bäumen gegenüber den Schweizern in Rage. Abends, unter dem kühlenden Ventilator und begleitet von der stets präsenten und meist ohrenbetäubenden Musik lokaler Salsa- oder Merengue-Größen, reden sich die sieben Säuliämtler die Köpfe heiß, reflektieren bei einem Bier oder einem Cocktail ihre Eindrücke. Die Empörung über das gesehene Unrecht nimmt mit jedem neuen Tag zu.

Frühmorgens zwängen sie sich in den Kleinbus, um über staubige Straßen zum nächsten Dorf, zur nächsten Mine, zum nächsten Gewerkschaftstreffen zu fahren. Man teilt Mückenspray und Wasserflaschen, um der Hitze einigermaßen zu trotzen, tauscht auf Facebook Bilder aus, liest sich gegenseitig die neusten Nachrichten aus der Schweiz vor. Ein paar von ihnen sorgen mit ihren Sprüchen für gute Stimmung. Ohne die Diskussionen über Menschenrechte und Minen könnte man meinen, hier habe sich eine Touristengruppe in der Destination geirrt.

Pia Holenstein, Lehrerin: "Ja, ich will etwas bewegen, deshalb bin ich hier. Als erste SP-Frau in der von der SVP dominierten Schulbehörde in Affoltern am Albis lernte ich zu politisieren. Befriedigender, als verwöhnte Mittelstandsjugendliche durch die Schule zu bringen, sind meine politischen Reisen. Ich war als Volontärin in Vietnam und als Menschenrechtsbeobachterin in Palästina. Was die Probleme rund um die Minen anbelangt, so ist von der kolumbianischen Regierung offenbar nichts zu erwarten. Aber Glencore ist ein Schweizer Unternehmen, also hat es sich auch so zu verhalten!"

3000 tote Gewerkschafter in 20 Jahren

Im Schatten zweier Bäume an einem Straßenrand in Barrancas, einer kleinen Stadt in unmittelbarer Nähe zur Mine El Cerrejón, erzählen zwei Gewerkschaftsmitglieder, was ihnen im Lauf der vergangenen Jahre widerfahren ist. Fredy Lozano sagt: "Rund 1000 Mitarbeiter von der 14.000 Mann starken Belegschaft von El Cerrejón sind derzeit krank. Atemprobleme, Schlaflosigkeit, Rückenschmerzen, Magenkrebs lauten die häufigsten Diagnosen - und sie haben gemäß Ärzten alle mit der Tätigkeit in der Mine zu tun. Ein weiteres Problem ist die Gewalt: 3000 tote Gewerkschafter hatte Kolumbien in den vergangenen 20 Jahren zu verzeichnen. Wir werden mit dem Tod bedroht, sobald wir mit dem Minenmanagement verhandeln." Fredy zückt sein Smartphone und zeigt uns eine E-Mail von vergangener Woche. Absender: Águilas Negras, Volksallianz für ein Guajira ohne Guerillas und Gewerkschafter. Betreff: Todesstrafe.

Die Säuliämtler brennen darauf, den Managern der Minen endlich persönlich gegenüberzutreten und sie mit dem Gesehenen und Gehörten zu konfrontieren. Eine erste Gelegenheit dazu erhalten sie in der zu einem Drittel Glencore gehörenden Mine El Cerrejón. Der Tag wird zu einer Lektion in Sachen Konzern-PR: Powerpoints, unterlegt mit bewegendem Soundtrack, nicht enden wollende Reden über das Gute, das die Mine dank dem florierenden Geschäft dem Land und seinen Menschen schenkt, aufgesetzte Herzlichkeit bei jeder Gelegenheit.

Der Kommunikationsdirektor, seine beiden Assistentinnen, ein Arzt, ein Umsiedlungsexperte, ein Biologe und ein Personalverantwortlicher parieren abwechselnd die Fragen und Bedenken der Schweizer: "Rückenschäden der Camioneure? Das ist ein gesellschaftliches Problem! Schauen Sie sich nur die vielen Übergewichtigen in den Straßen an!" - "Staublungen? Atemwegserkrankungen? Krebs? Unsere Kohle ist von so guter Qualität, dass die Staubentwicklung extrem niedrig ist. Das Problem sind die nicht geteerten Straßen. Außerdem hat das mit dem Brauch zu tun, ständig mit Holzkohle zu grillen!" - "Bedrohung von Gewerkschaften durch Paramilitärs in unserem Auftrag? Damit wollen sich bloß ein paar Leute aufspielen!" - "Wieso wir keine Menschen der umgesiedelten Dörfer anstellen? Das wäre eine soziale Diskriminierung gegenüber allen anderen!" - "Wir hätten ganze Dörfer plattgewalzt? Die Leute haben zu viel García Márquez' 'Hundert Jahre Einsamkeit' gelesen!"

Höhepunkt der Empörung

Heiner Stolz und seine Mitstreiter bleiben hartnäckig und lassen sich nicht so schnell abspeisen. Als sie die Schlusspredigt des Kommunikationsdirektors über sich ergehen lassen, erreicht ihre Empörung den ersten Höhepunkt. Bevor es zum Showdown mit Mark McManus kommt, steht eine sechsstündige Rumpelfahrt im engen Kleinbus in die Nachbarprovinz Cesar bevor - und dort ein Besuch der Gemeinde El Hatillo.

Christian Moser, Rentner: "Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich sämtliche steuerlichen Mehreinnahmen von Ivan Glasenberg den Rohstoffländern zurückgegeben. Allerdings bezweifle ich, dass wir mit unserer Anwesenheit vor Ort etwas bewirken werden. Was ich nicht verstehe: Mit ihrer Portokasse ließen sich die Probleme hier in kürzester Zeit aus der Welt schaffen - und es käme sie am Ende günstiger als der weltweite Reputationsschaden. Mark McManus war mir trotzdem sympathisch. Mit dem könnte ich locker abends ein Bier trinken."

Es ist Sonntagnachmittag, 15 Uhr, 33 Grad Celsius, die Kraft der Sonne lässt langsam nach. Das Fußballteam von El Hatillo spielt sich ein, gleich trifft es auf die Mannschaft eines Nachbardorfes. Der Rasen ist ein staubiges Rechteck. Aus der Dorfbar erklingen karibische Klänge, Zuschauer säumen den Spielfeldrand, schon geht's los. Das Fußballspiel ist eine willkommene Abwechslung für die 120 Familien Große, krisengebeutelte Gemeinde, die demnächst auf Geheiß des Umweltministeriums wegen zu starker Luftverschmutzung dem Erdboden gleichgemacht werden soll.

Kohlestaub überall

Hier lebt Yolima, eine der aktivsten Kämpferinnen für eine geordnete und durchdachte Umsiedlung. Ihr rosafarbenes Top und die passenden Crocs harmonieren mit der Fassade ihres Hauses. Die 37-Jährige ist nicht mehr ganz schlank, trägt ein herzhaftes Lachen und keine einzige Falte im Gesicht. Yolima ist Hausfrau und war die beste Lastwagenfahrerin weit und breit. Wie die meisten Kolumbianerinnen in ländlichen Gegenden wurde sie früh Mutter und, auch das ist häufiger der Fall, vom Vater des Kindes bald verlassen. Sie begann als Putzfrau für die Glencore-Mine Prodeco zu arbeiten - und verliebte sich erneut. "Als ich das erste Mal dieses Ungetüm von einem Lastwagen voller Kohle sah, dessen Räder allein doppelt so groß sind wie ein erwachsener Mensch, wollte ich ihn augenblicklich fahren!" Sie ließ sich zur LKW-Fahrerin ausbilden, ignorierte über Monate die despektierlichen Kommentare der Männer. Yolima wurde immer besser, fuhr Zwölf-Stunden-Schichten ohne Pause und wurde von ihren 380 Kollegen gar zum "Mineur des Jahres" gewählt.

Während Yolima Kohle transportierte, ging El Hatillo die Luft aus. Zäune von neuen Minenkonzessionären umzingelten das Dorf in drei Himmelsrichtungen, und in der vierten versperrte eine gigantische Abräumhalde die Sicht. Der Fluss musste umgeleitet werden, und das verbleibende Rinnsal war ebenso verschmutzt wie die Fruchtbäume und die wenigen noch verbliebenen Weideflächen. Kohlestaub überall. 2013 führte ein giftiger Cocktail aus Dürre, ausfallenden Ernten, verschmutztem Wasser und hoher Arbeitslosigkeit zu einer Hungerkrise.

Dass Yolima für eine der Firmen, die dafür mitverantwortlich sind, arbeitete, bereitete ihr keine Bauchschmerzen. Als jedoch ihr Bruder ins Gefängnis musste, baute sie in einem unkonzentrierten Moment einen Unfall mit ihrem Lastwagen, und der Job war weg. Seither engagiert sich Yolima erst recht für eine rasche Umsiedlung, "denn die Ungewissheit, wann es wohin geht, verbunden mit der schlechten Luft und den fehlenden Jobs, schlägt uns aufs Gemüt". Trotzdem bleibt ihr größter Wunsch, "bald wieder auf einer dieser gigantischen Maschinen sitzen zu dürfen".

Heiner Stolz, Rentner: "Mir tut es weh zu sehen, wie die Bevölkerung unter den Minen leidet. Ein Dorf umzusiedeln ist offensichtlich ein Job, der weit schwieriger zu bewältigen ist, als Kohle aus dem Erdreich zu befördern. Trotzdem bin ich der Meinung, dass eine Firma, die derart gigantische Gewinne an ihre Aktionäre ausschüttet, sich dem Verdacht aussetzt, nicht nur Rohstoffe, sondern auch Menschen auszubeuten."

"Wir können nicht einfach so Regierung spielen"

Montagmorgen, 9 Uhr, Mark McManus bittet die Schweizer Delegation in den 17 Grad kalten Raum. Helme, Schutzbrillen und Westen für die anschliessende Minenbesichtigung liegen bereit, CEO McManus verteilt die Schuhe in den richtigen Größen persönlich. Ein Dutzend Kolumbianer betreten den Raum. Es sind ehemalige Kleinbauern, die dank der Start-up-Hilfe von Glencore kleine Betriebe aufbauen konnten: Abfallentsorgung, traditionelle Brotherstellung, Fischzucht, Schnitzerei aus Kohle. Die Mikro-Unternehmer wirken nervös, sagen Sätze, die sie offensichtlich vorher auswendig gelernt haben, der Pressesprecher souffliert bei Bedarf. McManus spürt, dass die Schweizer das Spektakel als peinlich empfinden und sie nicht zu unterschätzen sind. Rhetorisch versiert erwidert er ihre Empörung: "Eine dreiwöchige Reise ins Minengebiet ist viel zu kurz, um die Komplexität der Probleme zu verstehen. Auch ich war schockiert, als ich das erste Mal nach Kolumbien gekommen bin und gesehen habe, was alles schiefläuft." Rohstoffe lägen nun einmal in oft schwierigen Ländern, und Glencore scheue sich nicht, dorthin zu gehen. Ausserdem bezahle man in keinem anderen Land der Welt so viele Steuern wie in Kolumbien. Doch das Geld gehe in die falschen Taschen.

Mit der nötigen Portion Understatement zitiert McManus eine staatliche Studie, wonach der Grad der Verantwortlichkeit im Zusammenhang mit der Umsiedlung von El Hatillo auf die verschiedenen Minen der Provinz Cesar und die behördlichen Stellen umgerechnet worden ist. Der Teil von Glencore liegt bei 8,65 Prozent. McManus findet, ganz im Gegensatz zu den El-Cerrejón-Verantwortlichen eine Woche zuvor, den richtigen Ton. Zum Schluss sagt er: "Glauben Sie mir, ich würde gern diese Gemeinden richtig umsiedeln und endlich vorwärtsmachen. Doch wir können nicht einfach so Regierung spielen."

Als der Bus vom Firmengelände wegfährt, stehen McManus und sein Team in der Tür des Firmeneingangs und schauen den Schweizern nach. Konnten wir sie überzeugen?, scheinen ihre Blicke zu fragen. Zumindest hat ihnen dieser Besuchstag den Wind etwas aus den Segeln genommen. Auf der Fahrt zurück in die nahe Stadt wird kaum gesprochen, jeder ist in seine Gedanken versunken. Die Wahrheit im Rohstoffabbau ist ein komplexes Gefüge.

Bastian Nussbaumer, Rentner: "Meine Hauptwut gilt dem kolumbianischen Staat. Natürlich hat Glencore in dieser Grässlichkeitskette der Rohstoffförderung seinen Anteil, doch ich würde behaupten, die meisten Manager meinen tatsächlich, was sie sagen. So schieben sich am Ende alle Beteiligten die Schuld gegenseitig zu. Ein klassisches Beispiel von Arbeitsteilung auf moralischer Ebene. Wie soll sich ein Rohstoffhändler, der im Takt mit dem Kohle-Weltmarktpreis lebt, mit einem indigenen Bauern verstehen, der mit den Ahnen redet?"

Zurück nach Kolumbien - mit dem CEO

Zurück in der Schweiz verfasst die Gruppe einen kritischen Bericht an Glencore. Der Rohstoffkonzern reagiert prompt und lädt die sieben Unermüdlichen an den Hauptsitz in Baar im Kanton Zug ein. Kurz nach Sitzungsbeginn betritt Ivan Glasenberg das Büro: der Milliardär, dessen Nachsteuern die Tatortreise überhaupt in Gang setzten. Dunkle Krawatte zu dunklem Anzug, weißes Hemd mit den gestickten Initialen I. G. auf dem Ärmelrand. Glasenberg hat am Vortag die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien (ASK) empfangen und ist noch ganz aufgewühlt: NGOs bräuchten "Bad News", um überhaupt Spendengelder zu erhalten.

Seine Einladungen, mit ihm persönlich und vor Ort die Probleme gemeinsam anzugehen, seien stets auf Ablehnung gestoßen. Dann stellt Glasenberg Glencore als wirtschaftlichen Entwicklungshelfer dar: "Glencore hat allein im Kongo und in Sambia über neun Milliarden Dollar investiert - und unterm Strich noch keinen einzigen verdient." Dann geht er nahtlos zur Kritik am Bericht über. Er verteidigt sein Team in Kolumbien, hört aufmerksam zu, schüttelt den Kopf, will es genauer und detaillierter wissen, sucht in den Gesichtern seiner Leute nach Erklärungen, verspricht, der Sache nachzugehen. Doch die Delegation bleibt hartnäckig. Nach zweieinhalb Stunden Glasenbergs Überraschungsangriff: "Let's fix this. Ich lade Sie ein, mit mir nach Kolumbien zu reisen."

Drei Wochen später, Ende März, erneut in Tamaquito. Jairo Fuentes sitzt in der Mitte eines großen Kreises, trägt dasselbe bestickte Hemd wie beim ersten Treffen, die Hände ruhen auf seinem Stock. Flankiert wird er von den Dorfoberen und einem Dutzend in farbige Gewänder gehüllten Bewohnern. Jairo hält einen langen Monolog, vergleicht das Verhalten der ausländischen Minengesellschaften mit jenem der spanischen Kolonialherren und zählt die Verfehlungen von El Cerrejón einzeln auf. Ihm gegenüber: Ivan Glasenberg, weißes Poloshirt und dunkle Hose, schwarze Sonnenbrille, Kopfhörer, mit denen er den Worten Jairos auf Englisch folgt.

"Armseliges Loch"

Glasenberg hat sein Versprechen gehalten und ist, begleitet von seinem Nachhaltigkeitsteam aus Baar und seinen Kohlemanagern aus Australien und den USA, nach Kolumbien gereist. Mit dabei: Der Schweizer Botschaftsdelegierte für friedensfördernde Maßnahmen sowie die 56-jährige Silvia Berger aus Hedingen und der 71-jährige Bastian Nussbaumer aus Hausen am Albis. Die beiden Säuliämtler ließen sich Glasenbergs Angebot nicht entgehen, begrüßten vor dem Gespräch herzlich Jairo, der sich über das unerwartet rasche Wiedersehen freute. "Dass sich der Konzernchef der Probleme persönlich annimmt, ist schon mal ein großer Erfolg für unsere Initiative. Jetzt wollen wir sehen, ob Glasenberg den Worten auch Taten folgen lässt", sagt Silvia Berger.

Und auch die Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien gab sich erstmals einen Ruck und hat sich der Reise kurzfristig angeschlossen. Mit gutem Grund: Am 20. April stellt die ASK in Bern ihren Schattenbericht der Öffentlichkeit vor, den sie in Kooperation mit der kolumbianischen NGO Pensamiento y Acción Social (PAS) über Glencores angebliches Fehlverhalten in Kolumbien erstellt hat. Der Bericht klagt die Finanztransaktionen Glencores in Kolumbien an, die Umsiedlungspraxis, den Umgang mit Gewerkschaften und Umweltverschmutzungen. Ergänzt wird er von einer ausführlichen Stellungnahme Glencores, die jeden einzelnen Vorwurf relativiert oder widerlegt.

Glasenberg hat einen schlechten Start. Auf der Busfahrt nach Tamaquito nennt er den alten Ort ein armseliges Loch, die Bewohner könnten El Cerrejón dankbar sein, dass sie nun bessere Häuser, urbane Nähe und die Möglichkeit zur Bildung für die Jungen hätten. Auf Jairos Erläuterungen, wieso man bei der Umsiedlung unter mehreren Optionen ausgerechnet diesen wasserarmen Landstrich gewählt habe, kommentiert er: "Sie haben den falschen Ort ausgesucht! Wenn ich das getan hätte, müsste ich als Manager die Konsequenzen tragen." Glasenbergs Verhalten verweist auf ein Grundproblem in diesem Konflikt. Die Glencore-Manager können sich offenbar nicht vorstellen, dass die ursprüngliche Lebensform der indigenen Bevölkerung wertvoll war, dass Fortschritt und Bildung nicht zwangsläufig Segen bedeuten. Bastian Nussbaumer hat in seiner beruflichen Karriere als Sozialpädagoge solche Züge bei Machtmenschen oft beobachtet, er nennt es "dickfelliges Unbeteiligtsein". Glasenberg ist ein erfahrener Händler, aber auch ein ausgesprochener Instinktmensch, mit einem Gefühl für pragmatische Lösungen. Er verspricht sofortige Trinkwasserlieferungen mit Containern und beauftragt den anwesenden El-Cerrejón-Chef, Tamaquito langfristig die Wasserversorgung zu garantieren.

Glencore - oder die Warlords

Beim Abendessen liefert Glasenberg einen Einblick ins globale Rohstoffgeschäft und wieso er Glencore als Wirtschaftsmotor sieht, überall dort, wo der Konzern Minen besitzt: "Rohstoffvorkommen haben per se keinen Wert. Das wollen die NGOs partout nicht verstehen. Nehmen Sie Guinea. Das Land sitzt auf den größten Eisenerzreserven der Welt. Um das Erz zu bergen, braucht Guinea 20 Milliarden Dollar, doch kein Investor ist heute bereit, dieses Risiko einzugehen", sagt der Konzernchef.

Rohstoffförderung bedeute fast immer wirtschaftliche Prosperität. In der Provinz La Guajira zeichne die Kohleförderung El Cerrejóns für 55 Prozent des Bruttosozialprodukts verantwortlich, in Cesar würden die 6500 Glencore-Angestellten gemäß einer staatlichen Studie durch Sekundäreffekte für insgesamt 40.000 Stellen sorgen. "Auf den Philippinen haben wir uns soeben von unserem Gold- und Kupferminenprojekt Tampakan getrennt. Die NGOs hätten uns wegen der damit verbundenen Zwangsumsiedlung von 5000 Menschen sowieso nur die Hölle heiß gemacht. Jetzt erledigen kleine Mineure und ihre Warlords den Job - sicher nicht zum Vorteil der Bevölkerung."

Glasenberg hat sein ganzes Leben als Rohstoffhändler gearbeitet und ist seit Anfang der Neunzigerjahre für die heutige Glencore tätig. War Marc Rich, mit dem er zwei Jahre in Baar zusammengearbeitet hat, der "King of Oil" (so der Titel der Biografie von Daniel Ammann), so ist Glasenberg zweifellos der "King of Coal". Mit seinem sicheren Gespür, bei einem tiefen Kohlepreis um die Jahrhundertwende in Australien, Südafrika und Kolumbien Kohleminen zeitgleich mit dem einsetzenden chinesischen Wirtschaftsboom zu kaufen, hat er Glencores Aufstieg zum 60-Milliarden-Konzern maßgeblich gestaltet. Dass er sich dabei mehr für die nächste Geschäftsmöglichkeit als beispielsweise für die indigene Kultur Kolumbiens interessiert, liegt auf der Hand.

Starke Argumente auf beiden Seiten

Anderntags in der Provinz Cesar, den Minen von Prodeco: Gloria und Rafael von der kolumbianischen NGO PAS, zwei knapp 30-jährige feurige Kämpfer für das Gute, hören eine kurze Zeit den Ausführungen der Manager zu. Dann fällt Gloria Glasenberg ins Wort und widerspricht: "Durch fehlendes Deklarieren Ihrer Firmenstruktur haben Sie 100 Millionen Dollar staatliche Abgaben unterschlagen!" Glasenberg kontert: "Falsch: Unsere Verträge mit Kolumbien sind eindeutig. Steuern und Royalties wurden klar festgelegt, sonst wären wir als Investoren gar nicht erst eingestiegen." Die beiden liefern sich ein Wortgefecht erster Güte, mit starken Argumenten auf beiden Seiten, bis Glasenberg zum zweiten Mal in diesen Wochen mit einer für Glencore-Verhältnisse überraschenden, unwiderstehlichen Offensive aufwartet: "Lassen Sie uns doch zusammenarbeiten und die Umsiedlung von El Hatillo gemeinsam über die Bühne bringen!" Im Bus sitzen Gloria, Rafael und Glasenberg nebeneinander, tauschen Visitenkarten, die Stimmung ist gelöst. "Setzen Sie Ihr investigatives Talent doch einmal anderweitig ein", fordert Glasenberg Gloria lachend heraus. "Wir sind bereits daran", zwinkert Gloria zurück, denn zu viele Abgaben ausländischer Firmen würden in Bogotá versickern.

Nussbaumer und Berger sehen der Verbrüderung zwischen Rohstoffkonzern und NGO zufrieden zu. Es war das erklärte Ziel ihrer zweiten Reise, die Fronten abzubauen, die beiden gegensätzlichen Interessengruppen zum Wohle der betroffenen Kolumbianer rund um die Minen zusammenzuführen.

Zum Abschluss der Reise besucht der Glencore-Tross El Hatillo. Bereits seit dem ersten Besuch der Säuliämtler hat sich einiges bewegt: Glencore hat die Uno zur Hilfe geholt und ein neues Umsiedlungsteam auf die Beine gestellt. Jetzt beten Glasenberg und seine globalen Kohlemanager zusammen mit rund 50 Dorfbewohnern auf dem Dorfplatz. Auch hier hört er sich geduldig die Sorgen von verschiedenen Rednern an, verspricht, die Sache zu priorisieren und mit den Chefs der anderen involvierten Minenfirmen umgehend zu reden.

Glencore ist es gelungen, echtes Bemühen zu zeigen. Reingewaschen ist Glencore deshalb noch nicht: Die Kolumbianerin Gloria wird Glasenberg weiterhin auf die Füße treten, sollte er seine Versprechen nicht halten. Und die Säuliämtler, die bereits im Mittelalter die Schweine über den Albis nach Zürich trieben, wollen auch nächstes Jahr rund um Glencores Minen nach dem Rechten sehen. Denn dass sich die Konzernspitze überhaupt in Bewegung setzte, ist letztlich den sieben Unermüdlichen zu verdanken.

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