Florida Golfer spielen trotz Riesen-Alligator weiter

Wer im Städtchen Englewood in Florida golfen will, braucht starke Nerven: Alligatoren sind dort tägliche Besucher des Greens. Nun kam ein besonders großes Exemplar während eines Turniers zum Einlochen vorbei.

REUTERS/Bill Susie

Englewood - Damit die Golfer in Florida ihre Konzentration verlieren, muss wohl mehr passieren: Trotz eines riesigen Alligators, der das Green des Myakka Pines Golf Club in Englewood erkundete, wurde ein Frauenturnier durchgeführt.

"Wenn wir wegen Alligatoren aufhören würden zu spielen, dann hätten wir keine Golfer", sagte der Manager des Klubs, Mickie Zada. Fast täglich könne man die Tiere auf dem Platz beobachten.

Bei dem aktuellen Exemplar handele es sich mit rund vier Metern keinesfalls um den größten Besucher. Jahrelang habe sich beispielsweise ein 4,5 Meter langer Alligator auf dem Gelände herumgetrieben, erklärte Zada. Die Golfer verpassten ihm den Spitznamen "Big George".

In den vergangenen 37 Jahren habe es keine einzige Attacke von den Alligatoren gegeben, so Klub-Manager Zada. Er führt das auf seine strikten Hausregeln zurück: Füttern ist bei ihm streng verboten.

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Einfach weitergespielt: Riesen-Alligator auf dem Golfplatz
Für den neuen Alligator suchen sie noch nach einem Spitznamen. Zada denkt über "Viral" nach. Schon vor Tagen wurde das Tier auf dem Platz gesichtet. Ein Spieler machte ein Foto, das sich schnell in den sozialen Netzwerken verbreitete.

gam/Reuters



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Bueckstueck 12.03.2015
1.
Dass das Fütterverbot direkt was mit ausbleibenden Attacken zu tun hat, ist freilich unwahrscheinlich. Natürlich begibt man sich so nicht absichtlich in unmittelbare Gefahr wenn man es sein lässt - ein satter Aligator greift aber auch nicht an, ein hungriger wahrscheinlich schon. Und die sind schneller zu Fuß als die golfenden Damen, so viel ist sicher... Und da die Tiere normalerweise im Wasser jagen und weniger an Land, liegt der Schluss nahe, dass sie auf den Golfplatz kommen um sich zu sonnen oder das ulkige Treiben dieser Zweibeiner zu beobachten, nicht um zu fressen. Man könnte es natürlich auch mal mit einem Zaun ums Gelände versuchen, denn irgendwann schnappt sich so ein Reptil jemanden. Wie gesagt, die sind auch an Land stärkere Sprinter als die meisten Menschen die dort Golf spielen.
Psychotic 12.03.2015
2.
diese Alligatoren durchqueren dieses Gelände schon lange bevor es diesen Golfplatz gegeben hatte,vermutlich war dies alles Sumpfgebiet bevor man es trocken legte. man sollte den Golfplatz verlegen und es der Natur zurück geben. was bilden sich diese Menschen eigentlich ein?
crunchy_frog 12.03.2015
3.
Zitat von BueckstueckDass das Fütterverbot direkt was mit ausbleibenden Attacken zu tun hat, ist freilich unwahrscheinlich. Natürlich begibt man sich so nicht absichtlich in unmittelbare Gefahr wenn man es sein lässt - ein satter Aligator greift aber auch nicht an, ein hungriger wahrscheinlich schon. Und die sind schneller zu Fuß als die golfenden Damen, so viel ist sicher... Und da die Tiere normalerweise im Wasser jagen und weniger an Land, liegt der Schluss nahe, dass sie auf den Golfplatz kommen um sich zu sonnen oder das ulkige Treiben dieser Zweibeiner zu beobachten, nicht um zu fressen. Man könnte es natürlich auch mal mit einem Zaun ums Gelände versuchen, denn irgendwann schnappt sich so ein Reptil jemanden. Wie gesagt, die sind auch an Land stärkere Sprinter als die meisten Menschen die dort Golf spielen.
Wobei es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das neugierige Reptil nach ein paar schmerzhaften Golfballtreffern wieder genervt in seinen ruhigen Sumpf verzieht ;-)
walter_e._kurtz 12.03.2015
4. selbstverständlich hat es das
Zitat von BueckstueckDass das Fütterverbot direkt was mit ausbleibenden Attacken zu tun hat, ist freilich unwahrscheinlich. Natürlich begibt man sich so nicht absichtlich in unmittelbare Gefahr wenn man es sein lässt - ein satter Aligator greift aber auch nicht an, ein hungriger wahrscheinlich schon. Und die sind schneller zu Fuß als die golfenden Damen, so viel ist sicher... Und da die Tiere normalerweise im Wasser jagen und weniger an Land, liegt der Schluss nahe, dass sie auf den Golfplatz kommen um sich zu sonnen oder das ulkige Treiben dieser Zweibeiner zu beobachten, nicht um zu fressen. Man könnte es natürlich auch mal mit einem Zaun ums Gelände versuchen, denn irgendwann schnappt sich so ein Reptil jemanden. Wie gesagt, die sind auch an Land stärkere Sprinter als die meisten Menschen die dort Golf spielen.
Es geht nicht so sehr um den Verhalt Ihres letzten Halbsatzes, sondern um die Konditionierung und den Verlust der Scheu vor dem Menschen, die mit Fütterungen einhergehen. Netter Nebeneffekt ist selbstverständlich auch, wie beschrieben, daß die Tiere auf Abstand gehalten werden, und ihre Sprintstärke (die der des Menschen auch nur auf wenigen Metern überlegen ist) nicht ausspielen können. Das man soetwas - ein vernünftiger Umgang mit wildlebenden Raubtieren in Menschennähe in Amiland - noch erleben darf... :-)
schwerpunkt 12.03.2015
5.
Zitat von Psychoticdiese Alligatoren durchqueren dieses Gelände schon lange bevor es diesen Golfplatz gegeben hatte,vermutlich war dies alles Sumpfgebiet bevor man es trocken legte. man sollte den Golfplatz verlegen und es der Natur zurück geben. was bilden sich diese Menschen eigentlich ein?
Weshalb? Die Alligatoren scheint der Golfplatz nicht nur nicht zu stören, sondern diesen als "Sonnendeck" sogar zu begrüßen.
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