Great Barrier Reef Australien bietet Millionen zur Rettung

Es gilt als das größte Korallenriff der Erde und Weltnaturerbe: Aber das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens ist schwer beschädigt. Die Regierung sucht Retter.

Taucher in der Region des Great Barrier Reef
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Taucher in der Region des Great Barrier Reef


Die Regierung Australiens hat in einer offenen weltweiten Ausschreibung zwei Millionen australische Dollar zur Rettung der Korallen im Great Barrier Reef angeboten. Das sind umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro. "Dies ist eine offene Einladung an unsere größten Wissenschaftler", sagte Umweltminister Josh Frydenberg.

Man erhoffe sich "innovative Lösungen" zum Schutz der Korallen und für die Genesung beschädigter Riffe. "Das Riff ist das größte lebende Weltwunder", sagte Frydenberg. Wegen des Ausmaßes der Zerstörung werde "großes Denken" gebraucht, egal woher.

Beim Great Barrier Reef haben großflächige Korallenbleichen in den vergangenen zwei Jahren beispiellose Schäden verursacht. Das größte Korallenriff der Erde liegt vor der Nordostküste Australiens und gehört zum Weltnaturerbe.

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fok/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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infernum 16.01.2018
1. Albern, lächerlich, traurig
1.3 Millionen Euro sind viel für einen Arbeitslosen. Aber für die Rettung des GBR? Es zeigt, dass die Regierung es offensichtlich NICHT ernst meint. Beim Forschungsrahmenprogramm der EU Horizon 2020 erhalten Forschende bis 3.5 Mio EUR für ein vergleichbar winziges Projekt. Ein paar Vorschläge kann man aber machen, allerdings nicht innovativ: Kohleverwendung minimieren und damit den eigenen CO2 Ausstoss. Schiffahrt und Kohlehafen verbieten in der Nähe etc. ppa. Alles bekannt, wird alles abgelehnt. Bei 1.3 Milliarden wäre die regierung bei einer angemessenen Zahl. Aber sie will ja gar nicht.
Acenoid 16.01.2018
2. Kaum Innovativen
Was soll man sich auch komplizierte Lösungen ausdenken - Die Menschheit weiß doch was zu tun ist? Es ist schade um diesen wunderschönen Ort. Es fängt bei der Einstellung von jedem einzelnen von uns an und solange es nicht genug Leute tangiert wie groß ihr ökologische Fußabruck ist, den sie hinterlassen, wird es im Großen wie auch im Kleinen nicht besser werden.
Dr.W.Drews 16.01.2018
3. Da muß jemand etwas falsch verstanden haben...
Die australische Regierung bietet natürlich 2 Mio. Aus $ pro Hektar geretteter Fläche an. Aber selbst das ist viel zu niedrig. Dabei ist alles ganz einfach. Kein Kohlehafen, keine zu hohem Wassertemperaturen und einen höheren PH-Wert. Dann klappt das auch mit der Rettung!
dont_think 16.01.2018
4.
Die Lösung ist doch ganz einfach: man baut ein Labor um das Great Barrier Reef herum und stellt optimale Klima- und Nährstoffbedingungen her. So funktioniert das mit dem Shelter in Chernobyl auch. Allerdings sind die € 1,3 Mio wohl nicht ausreichend, oder ist das die Erfolgsprämie?
bluejuly 16.01.2018
5. Toll...
Statt ernsthaft gegen das ursächliche Problem vorzugehen schreibt man lieber eine Pseudo-Summe aus um wenigstens den Anschein zu erzeugen etwas zu tun. Dabei weiß die australische Regierung sehr genau was man tun müsste um das Great Barrier Reef zu retten...sie kann sich nur einfach nicht dazu durchringen. Toll finde ich aber den Ruf nach "innovativen Lösungen". Das zeigt ja schon, dass man an einer Ursachenbekämpfung nicht interessiert ist, sondern darauf hofft, dass jetzt die Zauberlösung vom Himmel fällt mit der man ohne Schmerzen und Einbußen alles wieder korrigieren kann. Und am Ende will es wie immer keiner gewesen sein, wenn das Riff vollständig kaputt ist und die Touristen ausbleiben.
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