Medicane "Sorbas" richtet in Griechenland erhebliche Schäden an

Lahmgelegter Schiffsverkehr, Probleme bei der Stromversorgung und Schäden an den Küsten: Griechenland ist am Wochenende von einem schweren Sturmtief getroffen worden - einem sogenannten Medicane.

NIKITAS KOTSIARIS/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Der Mittelmeer-Hurrikan "Sorbas" hat deutlich an Stärke verloren, nachdem er am Wochenende das griechische Festland erreichte. Aus diesem Grund sprechen Wetterexperten des Nationalen Wetteramtes (EMY) in Griechenland nun nicht mehr von einem Medicane, sondern von einem großen Sturmtief.

Mehr Hintergrund zum Thema: Was ist ein Medicane?

Zuvor hatte der Sturm erhebliche Schäden vor allem rund um den Ort Kalamata auf der Halbinsel Peloponnes angerichtet und den Fährverkehr in der Ägäis lahmgelegt. Nach dem Nachlassen der starken Winde normalisierte sich der Schiffsverkehr stufenweise, wie das griechische Staatsradio am Sonntag berichtete. Verletzt wurde nach Angaben der Rettungsdienste niemand.

In Südgriechenland rückte die Feuerwehr mehr als tausend Mal aus, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und Wasser aus überschwemmten Häusern und Kellern herauszupumpen. Zeitweise wurde der Verkehr auf der Autobahn von Athen in die westgriechische Hafenstadt Patras eingestellt. Probleme gab es auch bei Eisenbahnen. Zudem wurden Dutzende kleinere Boote an Land gedrückt, zahlreiche sanken in den Häfen, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete.

Das Sturmtief sollte am Sonntagabend den Nordosten der Ägäis erreichen und dabei immer schwächer werden, teilten die Meteorologen mit. Die Wetterexperten hatten dem Sturm den Namen "Sorbas" gegeben - sie verglichen den Rhythmus der weltbekannten Musik aus dem Film "Alexis Sorbas" mit dem Medicane.

syd/AFP/dpa



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