Griechenland Sauerstoffmangel - Passagierjet abgestürzt

Über Griechenland ist eine Passagiermaschine mit 121 Menschen an Bord abgestürzt. Den zunächst geäußerten Verdacht einer Entführung verwarfen die Behören inzwischen. Als wahrscheinlichste Ursache des Unglücks gilt, dass die Sauerstoffversorgung ausgefallen ist.


Absturzstelle nahe Grammatiko: Keine Anzeichen für Überlebende
AFP

Absturzstelle nahe Grammatiko: Keine Anzeichen für Überlebende

Athen - Einer der beiden Kampfjet-Piloten, die die Maschine nach Abbruch des Funkkontakts begleiteten, berichtete, dass einer der Flugzeugführer nicht zu sehen war. Der andere habe eine Sauerstoffmaske aufgehabt, sei aber bewusstlos gewesen.

Die Boeing 737-300 war nach griechischen Medienberichten mit 121 Menschen an Bord auf dem Weg von Zypern nach Prag. Rund 100 der 115 Passagiere stammen aus Zypern. Die Maschine sei um 7.10 Uhr Ortszeit in Lanarka gestartet und sollte nach einer Zwischenlandung in Athen weiter fliegen. Augenzeugen berichteten vom Absturzort nahe der Kleinstadt Grammatiko rund zehn Kilometer nordöstlich des Athener Flughafens, dass in den brennenden Trümmern bislang keine Überlebenden gefunden worden seien. Ein Löschflugzeug helfe, die Flammen zu löschen.

Zunächst hatte die griechische Armee auch den Verdacht geäußert, dass das Flugzeug Luftpiraten in die Hände gefallen war, nachdem die F-16-Piloten von zusammengesackten Flugzeugführern im Cockpit berichtet hatten.



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