Santiago de Chile - Mit dieser Einigung wird der Rechtsstreit beigelegt: Die Betreiber der chilenischen Grube, in der 2010 wochenlang 33 Bergleute verschüttet waren, haben sich mit der Regierung auf eine Beteiligung an den Rettungskosten geeinigt. Das Bergbauunternehmen San Esteban, das die Kupfermine in der Atacama-Wüste betrieb, erklärte sich Behördenangaben zufolge in einem richterlichen Verfahren bereit, dem Staat für die Rettung der 33 Kumpel fünf Millionen Dollar (etwa 3,8 Millionen Euro) zurückzuerstatten.
Das ist weniger als ein Viertel der Gesamtsumme. Der Staat schätzt die Gesamtkosten der Rettungsaktion auf 22 Millionen Dollar - und hatte diese Summe ursprünglich auch eingeklagt. Konkursverwalterin María Loreto Ried erklärte jedoch, das Unternehmen habe sich stets an den Kosten beteiligen wollen, könne aber nicht mehr als diese fünf Millionen zahlen. San Esteban stehe am Rande des Bankrotts.
Die 33 Bergarbeiter waren Anfang August 2010 nach dem Einsturz eines Stollens der Mine San José nahe Copiapó in der Atacama-Wüste im Norden des Landes unter Tage eingeschlossen worden. Bis zu ihrer Rettung harrten sie 69 Tage lang in rund 700 Metern Tiefe aus. Die Rettung der Bergmänner am 13. Oktober verfolgten weltweit Millionen Menschen am Bildschirm. An den Rettungsarbeiten waren Hunderte Techniker, Bergbauexperten und Mediziner beteiligt. Drei mehr als 600 Meter lange Rettungsschächte wurden gebohrt.
Die Mine ist seither geschlossen. Das Bergbauunternehmen war infolge des Produktionsausfalls im Zusammenhang mit dem Minenunglück an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten. Mehrere der eingeschlossenen Kumpel verklagten die Firma zudem auf insgesamt umgerechnet mehr als zwölf Millionen Dollar Schadensersatz. Im Gegenzug für die Beteiligung des Bergbauunternehmens an den Rettungskosten verpflichtete sich die Regierung, die eingefrorenen Guthaben der Firma wieder freizugeben.
siu/AFP/dpa
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