Nach Vulkanausbruch Guatemala stellt Suche nach Vermissten ein

Die Suche nach Opfern des Vulkanausbruchs in Guatemala wird immer gefährlicher. Nun hat der Katastrophenschutz erklärt, dass keine Rettungsmannschaften mehr in das betroffene Gebiet ausschwärmen.

Ausbruch des Fuego in Guatemala (Archiv)
AP

Ausbruch des Fuego in Guatemala (Archiv)


Zwei Wochen nach dem Ausbruch des Volcán de Fuego (Feuervulkan) in Guatemala haben die Behörden die Suche nach weiteren Opfern eingestellt. "Die Suchaktionen in den Ortschaften San Miguel Los Lotes und El Rodeo werden endgültig beendet", teilte der Katastrophenschutz des mittelamerikanischen Landes mit. "Das Gebiet ist unbewohnbar und sehr gefährlich." Wegen starken Regens und neuer Eruptionen waren die Bergungsarbeiten schon zuvor immer wieder unterbrochen worden.

Bei dem Ausbruch des Vulkans am 3. Juni waren mindestens 110 Menschen ums Leben gekommen. 197 weitere Menschen gelten noch immer als vermisst. Nach Regierungsangaben wurden 186 Häuser völlig zerstört und 750 weitere Gebäude schwer beschädigt. Präsident Jimmy Morales sagte, dass rund 500 Millionen Quetzal (rund 58 Millionen Euro) investiert werden müssten, um die zerstörte Infrastruktur um den Vulkan wieder aufzubauen.

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Die Rettungsmannschaften in Guatemala haben zwei Wochen nach dem Ausbruch des Feuervulkans die Suche nach den Vermissten eingestellt. Die beteiligten Organisationen hätten sich dazu entschlossen, weil das betroffene Gebiet "unbewohnbar und hochriskant" sei, sagte der Sprecher der Zivilschutzbehörde, David de Leon.

Der 3763 Meter hohe Feuervulkan, der 35 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt liegt, ist immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Immer noch werden vier bis fünf schwache Explosionen pro Stunde gezählt, bei denen eine tausend Meter hohe Aschewolke ausgestoßen wird.

Der Vulkan war bereits seit Monaten aktiv, bevor er ausbrach. Die Eruption dauerte mehr als 16 Stunden. Die Menschen in seinem Umkreis wurden von der Schnelligkeit und Heftigkeit des Ausbruchs überrascht. Mehr als 3600 Dorfbewohner mussten in Notunterkünften untergebracht werden.

kry/AFP/dpa

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