Bahnkontrolle Flüchtling springt aus fahrendem Zug und stirbt

Ein Flüchtling ist auf dem Weg von Italien nach München aus dem fahrenden Zug gesprungen und tödlich verunglückt. Offenbar handelt es sich um einen 17-jährigen Ägypter.


Ein junger Mann ist am Freitagmorgen auf der Bahnstrecke von Verona nach München tödlich verunglückt. Er sei bei Haar nahe München aus dem fahrenden Zug gesprungen, teilte die Polizei mit.

Demnach hatten Fahndungskräfte die Passagiere des Zuges kontrolliert und in einem leeren Abteil den jungen Mann entdeckt, der sich unter einer Sitzbank versteckte. Als sie ihn aufforderten, sich auszuweisen, zeigte er ihnen Dokumente, die in Österreich ausgestellt wurden.

Die Beamten überprüften die Papiere und baten den Mann, auf dem Gang vor dem Abteil zu warten. Der Polizei zufolge nutzte dieser den Moment, um in ein anderes Abteil zu entwischen. Dort habe er vor den Augen zweier amerikanischer Touristinnen das Fenster aufgerissen und sei aus dem fahrenden Zug gesprungen. Seine Leiche wurde nahe der S-Bahnhaltestelle Haar gefunden.

Wie der Bayerische Rundfunkberichtet, wiesen die Papiere ihn als 17-jährigen Ägypter aus, der als Flüchtling in Österreich registriert wurde.

Er soll demnach bereits vor einigen Wochen von der Bundespolizei aufgegriffen und zurück nach Österreich geschickt worden sein. Der 17-Jährige soll eine österreichische Ausweisungsverfügung dabei gehabt haben, mit der er aufgefordert wurde, nach Italien auszureisen.

gam

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