Hässlichtanz-WM: Je oller, desto doller
Es war die Chance für Menschen, die ihre Gliedmaßen beim Tanzen nur bedingt unter Kontrolle haben: Beim Ugly Dance World Cup gewann die Gruppe mit der gruseligsten Zappel-Performance. Allerdings braucht man auch für so etwas heute schon Abitur.
Hamburg - Wer tanzt am schrecklichsten? Das war die entscheidende Frage am Samstagabend in Hamburg. Beim zweiten Ugly Dance World Cup ging es darum, wer die gruseligste Arme-Beine-Po-Performance ablieferte.
Und offenbar sind Städter nicht die besten Schlecht-Tänzer. Zumindest haben vier Abiturienten aus dem niedersächsischen Vechta die Weltmeisterschaft im Hässlichtanzen gewonnen. Die Sieger mit dem Namen "Die Dezentiner" setzten sich gegen neun andere Teams aus Deutschland, Luxemburg und der Schweiz durch. Das muss einschränkend also gesagt werden: Es war mehr eine deutschsprachige EM denn eine WM.
Das Erfolgsgeheimnis der Sieger war nach eigenen Angaben "reduzierter Wahnsinn mit Neunziger-Jahre-Einfluss". Neben skurrilen Verkleidungen zählte bei dem Wettstreit auf der Bühne voller Körpereinsatz - auf Eleganz und Rhythmusgefühl verzichteten die Ugly-Dancer dagegen.
Hässlich bedeute nicht gleich schlecht - dieser Hinweis war Mitgründer Christian Müller wichtig. Er hatte den Wettbewerb 2009 mit drei Freunden als Gegenentwurf zum weltweiten Einheitstanz gestartet. Auch 2011 soll es eine WM geben - dann wieder getreu dem Motto "größer, schlechter, hässlicher".
böl/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
- Sonntag, 24.10.2010 – 15:17 Uhr
- Drucken Versenden
- Nutzungsrechte Feedback
- Kommentieren | 1 Kommentar
MEHR AUS DEM RESSORT PANORAMA
-
Chai Time
Lebe lieber ungewöhnlich - Korrespondent Hasnain Kazim beschreibt die Kuriositäten des Alltags in Südasien. -
kurz & krass
Heute schon gestaunt? Die skurrilsten Kurzmeldungen der Woche -
Wetter
So wird's: Prognosen und Warnungen, Biowetter, Radar- und Satellitenbilder -
Justiz
Alles, was Recht ist: Gisela Friedrichsen berichtet aus dem Gericht -
Katastrophen
Vergessene Krisen: Reporter berichten aus aller Welt über die Folgen dramatischer Ereignisse
