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Hamburger Hafen: Schon wieder ein Frachter auf Grund

Unfreiwilliger Stopp: Frachter im Schlick Fotos
DPA

Nahe dem Hamburger Hafen steckt erneut ein Schiff in der Elbe fest. Der Zwischenfall erinnert an die Havarie der "Indian Ocean" - doch diesmal soll der Frachter schneller wieder frei sein, versichert die Polizei.

Gut drei Wochen nach der Havarie der "Indian Ocean" ist kurz vor dem Hamburger Hafen schon wieder ein Frachter auf Grund gelaufen. Die 166 Meter lange und 24 Meter breite "Sandnes" sei am Sonntagmorgen auf dem Weg von der Sietas-Werft in die Elbe auf Schlick gelaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Das Fahrwasser durch das Mühlenberger Loch bei Blankenese ist sehr schmal und nicht besonders tief - möglicherweise hat sich der Kapitän bei ablaufendem Wasser verrechnet, wie viel Wasser ihm noch unter dem Kiel bleibt. Jetzt steckt er bis zum nächsten Hochwasser fest.

Nach Auskunft der Behörden war der blau-rote Schüttgutfrachter nicht beladen, Menschen waren nicht in Gefahr. Betriebsstoffe seien nicht ausgelaufen, die Wasserschutzpolizei habe am Vormittag an Bord des Schiffs ermittelt, sagte ein Sprecher. Man rechne damit, dass die "Sandnes" am Sonntagabend noch vor dem für 20 Uhr erwarteten Hochwasser wieder freikommen könnte.

Der Fall sei nicht mit der Havarie der "Indian Ocean" vergleichbar, die Anfang Februar tagelang in der Elbe feststeckte, sagte der. Der Container-Riese war wegen eines Ruderversagens aufgelaufen und konnte nur mit massiver Schlepperhilfe zurück ins Fahrwasser bugsiert werden.

ler/dpa

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insgesamt 31 Beiträge
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1.
espet3 28.02.2016
Der Frachter war scheinbar leer. Was wohl passiert wäre, wenn er beladen gewesen wäre? Wenn der Kapitän sich verschätzt hatte, wo war denn dann der Lotse? Deutschland braucht einen richtigen Seehafen und keinen, der 100 km landeinwärts liegt.
2. Es wird darauf hinauslaufen,
ptb29 28.02.2016
dass die Befürworter der Elbvertiefung anfangen, ihre Forderungen zu verstärken. Besser wäre, die dicken Dinger gar nicht erst bis nach Hamburg zu holen. Es gibt Alternativen. Dagegen spricht das Großmachtdenken der Hamburger.
3. der Klabautermann vergisst nichts
Hamberliner 28.02.2016
Oha. Diese Sandnes hat so ihre Vorgeschichte. Schon 2004, als sie noch im Bau war und als Kasko von einer Werft zur anderen geschleppt wurde, gab es einen Zwischenfall (Schleppleine gebrochen) mit anschließenden Streitigkeiten, ob sie hätte auf Grund treiben können oder nicht. Jetzt hat sich wohl der Teufel oder der Klabautermann geholt, was ihm damals durch die Lappen gegangen ist.
4. Hh
subiccrit 28.02.2016
Der Hamburger Hafen ist so überflüssig wie ein Kropf. Warum sollen sich Schiffe erst 100 km durch die Elbe schlingern und der ganze LKW Zubringer Verkehr die Stadt zusätzlich verstopfen? Dann wird für zig Mio wieder gebuddelt um die Elbe tiefer zu machen und dieser ganze Schiffsverkehr gehört an die See und nicht über ein Fluss angeliefert. Wo ist die Logik?
5.
mooringman 28.02.2016
Zitat von espet3Der Frachter war scheinbar leer. Was wohl passiert wäre, wenn er beladen gewesen wäre? Wenn der Kapitän sich verschätzt hatte, wo war denn dann der Lotse? Deutschland braucht einen richtigen Seehafen und keinen, der 100 km landeinwärts liegt.
Das Schiff kam von der Sietas Werft nach dem Einbau eines Scrubbers.Es kann überhaupt nicht beladen dorthin kommen.Und diese Grundberührung hat mit dem Hamburger Hafen nichts zu tun.
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