Haftstrafe Bus-Rambo rammt Radler um

Ein britischer Busfahrer muss 17 Monate in Haft, weil er einen Radfahrer vorsätzlich umgefahren hat - davon ist jedenfalls das Gericht überzeugt. Ein Video zeigt den Vorfall in Bristol: Darauf ist zu sehen, wie der Bus ausschert und den Radler mit voller Wucht rammt.

CCTV

Hamburg - Ein Busfahrer aus der britischen Stadt Bristol, der sein Verkehrsmittel als "Waffe" gegen einen Radfahrer eingesetzt hatte, muss für den Angriff 17 Monate in Haft. Das entschied ein Gericht in der westenglischen Stadt am Freitag.

Auf dem Video einer Überwachungskameras ist zu sehen, wie ein Radfahrer in der Mitte der Fahrbahn vor einem Bus in der Bristoler Innenstadt herfährt. Der Fahrer lenkt nach rechts und setzt zum Überholen des Fahrradfahrers an, dann reißt er plötzlich das Steuer nach links und rammt den Radler mit der ganzen Wucht seines Nahverkehrsmittels um. Vorher waren die Verkehrsteilnehmer in einem Kreisverkehr verbal aneinander geraten.

Das 43-jährige Opfer der Attacke brach sich bei dem heftigen Sturz das linke Bein, sowie den Daumen und Gelenk der linken Hand. Er wurde am Ort des Unfalls, der sich bereits im April 2011 zutrug, von Notärzten versorgt.

Der 29-jährige Busfahrer gestand die Tat vor Gericht und bekannte sich schuldig. Richter Mark Horton sagte: "Das war kein Unfall, das war ein vorsätzlicher Angriff." Der Busfahrer habe sein Fahrzeug benutzt, um den Radler einzuschüchtern und ihn schließlich umzufahren. Dafür erhielt der Angreifer neben seiner Gefängnisstrafe zweieinhalb Jahre Fahrverbot und muss danach noch einmal eine Fahrprüfung ablegen.

cht



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