Sydney - Vor der Westküste Australiens hat ein Hai einen Familienvater attackiert und getötet. Wie der Sender ABC meldete, war es der vierte tödliche Hai-Angriff an der Westküste seit September. Der 33-Jährige tauchte Medienberichten zufolge am Samstag gemeinsam mit seinem Bruder in der Nähe von Busselton, 230 Kilometer südlich von Perth. Dem Bruder gelang es noch, den Verletzten nach dem Angriff des Raubfisches an Bord ihres Bootes zu bringen. Aber der 33-Jährige verblutete, bevor sie Busselton erreichten. Berichten zufolge handelte es sich bei dem Tier wohl um einen Weißen Hai.
Seit September 2011 aber kamen bei solchen Attacken in Australien ein Surfer (21), ein Schwimmer (64) und ein Taucher (32) ums Leben. Ein 26 Jahre alter Schnorchler überlebte einen Angriff. Die Zunahme der Hai-Attacken hat zu Diskussionen über den Umgang mit den Raubtieren geführt. Einige verlangen, die Zahl der Haie klein zu halten.
Der Premierminister von Westaustralien, Colin Barnett, rief dagegen zu Gelassenheit auf: "West-Australier lieben ihre Strände, aber sie wissen, dass es immer eine versteckte Gefahr gibt", sagte er dem Fernsehsender ABC. "Das Meer gehört den Haien und wir gehen dort immer mit einem gewissen Risiko hinein." Gemessen an der Zahl der Unfälle sei es aber ein kleines. Barnett schloss eine gezielte Tötung gefährlicher Haie nicht aus.
In den vergangenen 40 Jahren wurden 37 Hai-Angriffe an der australischen Westküste gemeldet, 16 davon endeten tödlich. 2011 kamen bei Hai-Angriffen weltweit 12 Menschen ums Leben.
lis/afp/dpa
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