Miami/Konstanz - Die Übergriffe von Raubfischen auf Menschen in den USA sind rückläufig, doch eine deutsche Touristin fiel jetzt einem der seltener gewordenen Angriffe zum Opfer: Ein Hai hat in Florida eine 47-jährige Frau aus Konstanz schwer verletzt. Das Unglück habe sich bereits am Mittwoch in Vero Beach im US-Bundesstaat Florida ereignet, meldet der "Südkurier" am Wochenende auf seiner Website unter Berufung auf die Polizei.
Die Touristin sei rund 30 Meter vom Strand entfernt in hüfttiefem Wasser geschwommen, als sie von dem Hai attackiert wurde. Wie der US-Sender CBS in Miami berichtet, zog ein Strandwächter sie aus dem Meer. "Sie schrie, ich sah auf. Und da war offensichtlich viel Blut um sie herum," sagte der Rettungsschwimmer in Vero Beach, einer Küstenstadt rund 222 Kilometer nördlich von Miami. Der Hai biss in ihren linken Oberschenkel und riss eine tiefe Wunde in ihr Fleisch bis zum Knochen, heißt es in dem Bericht.
Der Strandwache zufolge sei die Attacke ein seltenes Ereignis. Die Raubfisch-Angriffe in den Vereinigten Staaten seien 2011 zurückgegangen, wie CBS mit Bezug auf eine Studie der Universität Florida vermeldet. Demnach habe es im vergangenen Jahr in den USA 29 Hai-Attacken gegeben, elf davon in Florida.
Aufgrund der schweren Verletzungen am linken Bein musste die 47-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik gebracht werden. Ihr Zustand sei aber inzwischen stabil, meldete CBS in Übereinstimmung mit anderen US-Medien. Eine weitere Frau aus Konstanz, die sich am Mittwoch zur selben Zeit im Wasser befand, blieb unverletzt.
bos/dpa/AFP
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