Hanse Sail in Rostock Traditionseisbrecher kollidiert mit Frachtfähre

Im Rumpf des Schiffs befindet sich ein etwa zwei Meter langer Riss. Auf einer Fahrt bei der Hanse Sail in Rostock ist der Dampfeisbrecher "Stettin" mit einer Frachtfähre zusammengestoßen.

Etwa zwei Meter langer Riss im Traditionseisbrecher "Stettin"
Landeswasserschutzpolizeiamt Mecklenburg-Vorpommern

Etwa zwei Meter langer Riss im Traditionseisbrecher "Stettin"


Bei der Hanse Sail in Rostock sind beim Zusammenstoß zweier Schiffe drei Ausflugsgäste leicht verletzt worden. Wie Polizei und Veranstalter mitteilten, kollidierten der Eisbrecher "Stettin" und die finnische Frachtfähre "Finnsky" am Samstagvormittag in Höhe des Überseehafens.

Dabei sei der Rumpf des Eisbrechers oberhalb der Wasserlinie knapp zwei Meter aufgeschlitzt worden. Unter Wasser entstand kein Schaden, sodass das Schiff weiter schwimmfähig blieb. An Bord der "Stettin", die gerade auf die Ostsee hinausfahren wollte, waren 180 Besucher.

Die Verletzten würden medizinisch versorgt, sagte eine Sprecherin. Laut NDR soll ein Mann mit einem Armbruch in ein Rostocker Krankenhaus eingeliefert worden sein. Die anderen Ausflugsgäste von der "Stettin" sollten auf weitere Schiffe, die an der Ausfahrt teilnehmen, verteilt werden.

Dampfeisbrecher "Stettin" im August 2010
DPA

Dampfeisbrecher "Stettin" im August 2010

Die Ursache für den Unfall ist bislang unklar. Beide beteiligten Schiffe sind laut Angaben der Polizei zur Klärung der Unfallursache an die Liegeplätze zurückgekehrt.

Der Dampfeisbrecher "Stettin" gilt als weltweit größtes seegehendes und kohlebefeuertes Dampfschiff. Er wurde 1933 in Dienst gestellt und ist etwa 52 Meter lang und etwa 14 Meter breit. Mit knapp 2000 PS konnte er eine bis zu einen Meter dicke Eisdecke durchbrechen.

Seit 1982 ist das Schiff als technisches Kulturdenkmal eingestuft. Im Winter liegt es als Museumsschiff im Hamburger Museumshafen in Oevelgönne. Im Sommer wird es für Gästefahrten auf der Elbe sowie in Nord- und Ostsee gebucht und nimmt an Veranstaltungen wie der Hanse Sail teil.

jme/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
achterhoeker 13.08.2017
1. So isses!
Diese "Dreckschleuder" (Zitat aus vielen Beiträgen von Forumschreibern) darf jedes Jahr hinaus fahren um zahlende Kunden (die garantiert auch mit Dieselfahrzeugen zum Abfahrtsort gefahren sind) durch die Gegend zu schippern? Zudem jetzt, nachdem feststeht das der CO Gehalt in der Atmosphäre gestiegen ist, die Benziner-Fahrer (Hybrid und Gas auch) sich ein neues Argument für ihre "sauberen" Fahrzeuge einfallen lassen müssen.
hgm2 13.08.2017
2.
Es soll Tausende und Abertausende von Leuten geben, die jedes Jahr mit Kreuzfahrt-Dreckschleudern auf den Weltmeeren unterwegs sind, die Meere mit Plastikmüll verseuchen und womöglich per Flugzeug an- und ab reisen, nachdem sie womöglich mit ihren Diesel-PKW zum Flughafen gefahren sind. Da gäbe es reichlich Betätigung für den Gegner dieses einzigen, einzigartigen Oldtimers.
frenchie3 13.08.2017
3. @ 1+2 Öhem, da gibt es auch
Dampfeisenbahnen die, genau wie die Stettin, mit Holz befeuert werden. Muß ich nach Ihren Kommentaren davon ausgehen daß Sie Ihren Grill mit Diesel befeuern? Oder verseuchen Sie die Umwelt auch mit unnötigen Grillparties?
ein-berliner 13.08.2017
4. An der Nordseeküste
Auf dem Wasser gibt es momentan noch keine Messstationen und wohl deshalb noch keine Fahrverbote für die Stinker. Der böse Wind behindert immer wieder jegliche Reglementierung. Aber die EU arbeitet bereits länger an neuen Regelungen für Viermaster und Hansekoggen, dagegen haben die Briten bisher jeweils ihr Veto eingelegt wegen der Kohledampfer ihrer Majestät.
frenchie3 13.08.2017
5. @ achterhoeker Fliegen mit dem Grill
geht. Man muß nur die angeglühte Kohle mit etwas Brennsprit ablöschen
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