Havarie im Atlantik: Zweite Explosion verhindert Löscharbeiten
Der deutsche Containerfrachter "MSC Flaminia" treibt seit vier Tagen auf dem Nordatlantik, nach einer Explosion musste die Mannschaft evakuiert werden. Nun verzögern sich die Löscharbeiten an Bord: Eine zweite Explosion hat das Schiff erschüttert.
Buxtehude - Noch ist unklar, wie es zu den Explosionen auf dem deutschen Containerschiff "MSC Flaminia" im Atlantik kommen konnte. Bereits am vergangenen Samstag gab es eine erste Detonation. Dabei starb ein Seemann, drei Menschen wurden verletzt. Der 300 Meter lange Frachter musste evakuiert werden. Seitdem treibt er unbemannt auf dem Nordatlantik. Wie nun bekannt wurde, gab es am Dienstagnachmittag eine zweite Explosion an Bord des Schiffes.
"Die Löscharbeiten mussten wegen der erneuten Detonation unterbrochen werden", sagte die Sprecherin der Reederei NSB. "Derzeit ist es für die Einsatzkräfte vor Ort aufgrund der starken Rauchentwicklung nicht möglich, die Löscharbeiten fortzusetzen." Am Dienstag hatte mit der "Fairmount Expedition" ein erster Löschschlepper den Havaristen erreicht.
Nach Angaben der Reederei aus Buxtehude befindet sich an Bord Gefahrgut, "wie auf jedem anderen Containerschiff auch". Zur Fracht machte das Unternehmen keine Angaben. Die Höhe des entstandenen Schadens für die Reederei und den Schiffseigner sei bislang noch nicht bekannt, sagte ein Sprecher der Münchner Fondsgesellschaft Conti, in dessen Besitz sich die "MSC Flaminia" befindet.
aar/dapd
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