Rom - Das im Januar vor der Insel Giglio gekenterte Kreuzfahrtschiff "Costa Concordia" kann nicht mehr in tiefes Wasser absinken. Für den ersten Bergungsschritt habe man allerdings zwei Monate länger als geplant benötigt, räumte Italiens Zivilschutzchef Franco Gabrielli ein.
Es sei aufwendig gewesen, das Kreuzfahrtschiff abzustützen. Nun komme es bei den weiteren Arbeiten darauf an, den Insulanern durch einen rechtzeitigen Abtransport die Sommersaison 2013 zu retten, erklärte Gabrielli, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Das Schiff sollte nach bisherigen Plänen im Frühjahr weggeschafft sein.
Taucher sollen unter dem Wrack nun einen Betonboden legen und große Streben für Plattformen installieren, um das Schiff aufzurichten und weiter abzustützen. Ob der Abtransport bis zum Beginn der Sommersaison gelingen kann, ist nach Gabriellis Worten nicht sicher. Klappt das Aufrichten des 290-Meter-Kolosses, soll das Schiff Ende Mai in eine Werft auf dem Festland gebracht und dort verschrottet werden. Die Arbeiten kosten Hunderte Millionen Dollar.
Bei der Havarie waren am 13. Januar 32 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwölf Deutsche.
bim/dpa
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