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Havariertes AKW Fukushima: Japan muss Einsatz von Löschhubschraubern stoppen

Japan ist am fünften Tag nach dem Beben am Limit. Im AKW Fukushima sind die Brennstäbe in mehreren Blöcken nicht ausreichend gekühlt. Hubschrauber sollten Wasser auf die Reaktoren abwerfen. Doch der Versuch scheiterte, der Einsatz ist für die Piloten zu gefährlich.

Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen in unserem Liveticker.

Tokio - Die Lage im Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima I in Japan ist immer noch nicht unter Kontrolle. Nach weiteren Feuern an zwei Reaktoren und einem starken Anstieg der Strahlung mussten sich die Arbeiter an diesem Mittwoch zeitweise aus dem Kraftwerk zurückziehen. Der Brand schwelte für Stunden weiter.

Ein Löscheinsatz mit Helikoptern über dem Reaktor 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima I ist abgebrochen worden. Das berichtete der Fernsehsender NHK. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo war es den Sicherheitsgruppen wegen der hohen Radioaktivität nicht möglich, Wasser von der Luft aus auf das Gebäude zu sprühen. Die Regierung teilte mit, die Strahlenwerte seien zu hoch. Die Tageszeitung "Yomiouri Shimbun" berichtete auf ihrer Internetseite, insgesamt sollten etwa vier Militärhubschrauber des Typs CH-47 Chinook zum Einsatz kommen. Der Regierungssprecher sagte indes, man müsse auch an die Sicherheit der Piloten denken.

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Suche nach Vermissten: Die Hoffnung schwindet
Den japanischen Atomspezialisten gelingt es trotz permanenter Wasserzufuhr nicht, die Brennstäbe in den Reaktoren 1, 2 und 3 ausreichend zu kühlen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo sind 70 Prozent der Brennstäbe in Reaktor 1 beschädigt, 33 Prozent in Reaktor 2. Die Agentur beruft sich auf Angaben der Betreibergesellschaft Tepco.

In der umliegenden Präfektur Fukushima wurden Cäsium und Jod im Leitungswasser nachgewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Sie berief sich auf örtliche Behörden. Deren Angaben zufolge haben die gemessenen Werte "keine Auswirkungen auf die Gesundheit."

Zuvor war die Strahlenbelastung in unmittelbarer Nähe des Atomkraftwerks auf 1000 Millisievert pro Stunde gestiegen. Nach Angaben von Experten kann eine so hohe Strahlung eine Strahlenkrankheit verursachen, die innerhalb von wenigen Wochen zum Tod führt.


Am Mittwoch fingen sowohl Reaktor 4 als auch Reaktor 3 Feuer. Zudem wurde in Block 3 womöglich die wichtige innere Reaktorhülle beschädigt, sagte Regierungssprecher Yukio Edano nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Das Fernsehen zeigte Bilder, wie unaufhörlich dichte Rauchschwaden von der Anlage aufstiegen. In Reaktor 4 befindet sich das Abkühlbecken außerhalb des Sicherheitsbehälters, was die Lage besonders prekär macht. Zudem klaffen in der Gebäudewand große Löcher.

Auch von Reaktor 3, wo Brennstäbe mit hochgiftigem Plutonium gelagert sind, stieg wenig später Rauch auf. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, dass der Rauch direkt vom Behälter mit den Brennstäben kommen könnte. Auf eine Explosion dort gebe es aber keine Hinweise, sagte Edano auf einer Pressekonferenz. Später hieß es, der Druck im Reaktormantel von Block 3 sei stabil geblieben.

Wind weht in Richtung Meer

Nach Vorhersagen der japanischen Wetterbehörde soll der Wind in den kommenden Stunden Richtung Osten und somit hinaus auf das Meer wehen. Im Großraum Tokio, etwa 250 Kilometer südlich von Fukushima gelegen, geht die Angst vor einer radioaktiven Wolke um.

Im Fernsehsender NHK sagte ein Sprecher der Atomaufsicht, die Menschen könnten nicht mehr in den Kontrollraum. Sie seien in sichereren Räumen untergebracht. Rund eine Stunde später wurde die Evakuierungsanordnung wieder aufgehoben, meldete NHK. Rund 50 Arbeiter sind noch in dem Kraftwerk verblieben.

Auch nach den neuen Vorfällen gebe es keine Pläne, die Evakuierungszone rund um das Atomkraftwerk auszuweiten, sagte Edano. Aktuell gilt ein 20-Kilometer-Radius. Zudem sollen Bewohner im Umkreis von 30 Kilometern in geschlossenen Räumen bleiben.

Erstmals seit der Naturkatastrophe äußerte sich der japanische Kaiser Akihito. Er sprach den Opfern des verheerenden Erdbebens und des darauf folgenden Tsunamis sein Beileid aus und zeigte tief besorgt über die Krise in den Atomkraftwerken. "Ich hoffe aufrichtig, dass wir verhindern können, dass sich die Situation verschlimmert", sagte er.

Tokio fürchtet die radioaktive Wolke

Die japanische Regierung forderte nun auch im Ausland Hilfe an. Japan wandte sich an die USA. Unterstützung der US-Truppen könnte nötig sein, sagte Edano. Die Nachrichtenagentur Kyodo meldete zudem, dass die Regierung auch dem Einsatz ausländischer Ärzte für die Erdbebenopfer zustimme. Südkorea will einen Teil seiner Reserven des Halbmetalls Bor nach Japan schicken. Damit sollen die schwerbeschädigten Atomreaktoren im Kraftwerk stabilisiert werden.

Die Nachbarländer Japans erwarteten unterdessen keinen sofortigen Anstieg der Radioaktivität. Im Osten Russlands seien bislang keine erhöhten Strahlenwerte gemessen worden, teilte das russische Katastrophenschutzministerium am Dienstag mit. Auch Singapur meldete keine ungewöhnlichen Veränderungen des Strahlungsniveaus.

Ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO in China teilte mit, es gebe keine Indizien dafür, dass sich Radioaktivität ausbreite. Es zirkulierten Gerüchte, dass "eine bedrohliche radioaktive Wolke sich über Asien ausbreite", sagte der Sprecher. Derartige Gerüchte seien "schädlich für die öffentliche Moral".

China ordnete angesichts der Lage in Japan verstärkte Radioaktivitätskontrollen bei Schiffsladungen an, die in chinesischen Häfen eintreffen. Dadurch sollen Waren verfolgt werden, die durch den Strahlungsaustritt in den beschädigten japanischen Atomanlagen verseucht wurden, wie aus der am Mittwoch veröffentlichen Anordnung der chinesischen Behörde für Qualitätsüberwachung hervorgeht.

Nachbeben und Lebensmittelknappheit machen Japanern zu schaffen

Die Angst vor Nachbeben erschwert die ohnehin äußerst angespannte Lage. Am Mittwoch gab es eine Erschütterung der Stärke 6,0. Das Epizentrum habe rund hundert Kilometer östlich der Hauptstadt Tokio gelegen. Eine Tsunamiwarnung gab es zunächst nicht. Davor hatten schon mehrere schwächere Erdstöße den Nordosten des Landes erschüttert.

Die Versorgungslage in Teilen des Landes wird derweil immer schlimmer: Die Regierung rief die Bevölkerung auf, keine Hamsterkäufe mehr an Tankstellen zu machen und Energie zu sparen. Die Menschen sollten ihren Gas- und Treibstoffverbrauch einschränken, sagte Edano. Derzeit werde alles versucht, um dringend benötigtes Gas und Kraftstoffe in die Katastrophengebiete zu bringen.

Nach jüngsten Zählungen haben das Erdbeben und der Tsunami 3373 Menschen das Leben gekostet. Das meldete der TV-Sender NHK am Mittwochmorgen unter Berufung auf die Polizei. Die Zahl der Vermissten geht nach wie vor in die Tausende. Weiter hieß es, dass 440.000 Menschen in 2400 Notunterkünften lebten. Dort mangele es teilweise am Nötigsten wie Wasser oder Essen.

Zudem seien im Nordosten Japans 850.000 Haushalte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt noch immer ohne Strom. Das meldete NHK nach Angaben des Energieversorgers Tohuku. Die Naturkatastrophen hätten 76.000 Gebäude beschädigt und mindestens 6300 weitere komplett zerstört.

ulz/dpa/dapd/AFP

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1. an die arbeit!
Gebetsmühle 16.03.2011
Zitat von sysopLebensmittelknappheit, Zerstörung, Nachbeben: Japan ist am fünften Tag nach der Naturkatastrophe am Limit. Im AKW Fukushima I sind*neue Feuer ausgebrochen, trotz permanenter Wasserzufuhr werden die Brennstäbe nicht ausreichend gekühlt. Im Leitungswasser des Umlandes sind radioaktive Stoffe aufgetaucht. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751203,00.html
immer wenn man mit dem schlimmsten rechnet, dann wird man von der realität des noch schlimmeren überholt. und dann kommen solche hirnlosen ignoranten wie fleischhauer und michaelis und labern was von "es is ja gar nicht so schlimm" und "niemand kommt durch radioaktivität zu schaden". alles im griff. es ist unerträglich, wie hier das schicksal von millionen menschen verharmlost wird.
2.
Gebetsmühle 16.03.2011
Zitat von sysopLebensmittelknappheit, Zerstörung, Nachbeben: Japan ist am fünften Tag nach der Naturkatastrophe am Limit. Im AKW Fukushima I sind*neue Feuer ausgebrochen, trotz permanenter Wasserzufuhr werden die Brennstäbe nicht ausreichend gekühlt. Im Leitungswasser des Umlandes sind radioaktive Stoffe aufgetaucht. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751203,00.html
immer wenn man mit dem schlimmsten rechnet, dann wird man von der realität des noch schlimmeren überholt. und dann kommen solche hirnlosen ignoranten wie fleischhauer und michaelis und labern was von "es is ja gar nicht so schlimm" und "niemand kommt durch radioaktivität zu schaden". alles im griff. es ist unerträglich, wie hier das schicksal von millionen menschen verharmlost wird.
3. Vorschlag
akrisios 16.03.2011
Kann man nicht die Vorstände von E-On und RWE in Schutzanzüge verpacken und ins Krisen-AKW senden? Alleine schon ihre Ignoranz, ihre Fehleinschätzungen und die kalte Raffgier werden dafür sorgen das sich die Brennstäbe in Minuten abkühlen. Zudem können sie eine direkte Lernerfahrung mitnehmen und sich persönlich ihrer vollmundigen Verantwortung stellen. Gerne auch im Verbund mit geneigten Poltikern des Bundes, Länder & Kommunen.
4. worst case
lalito 16.03.2011
Das war in der Nacht von Samstag auf Sonntag vielen hier in den Foren klar. Es gab und gibt immer noch Beschöniger und Verharmloser. Unverzeihlich aber verständlich menschlich. Allerdings würde ich schon gern wissen wer sich denn persönlich vor Ground Zero II welche Vorteile mit diesen Aktivitäten erschlichen hat. Die Jetstreams werden auch diese Deppen zu Konvertiten machen und sie werden nicht mehr in Lohn und Brot stehen und wieder Hardliner sein. Grausen und Ohnmacht. Mein Mitgefühl den Menschen in Japan.
5. und immer wieder
si_tacuisses 16.03.2011
Zitat von sysopLebensmittelknappheit, Zerstörung, Nachbeben: Japan ist am fünften Tag nach der Naturkatastrophe am Limit. Im AKW Fukushima I sind*neue Feuer ausgebrochen, trotz permanenter Wasserzufuhr werden die Brennstäbe nicht ausreichend gekühlt. Im Leitungswasser des Umlandes sind radioaktive Stoffe aufgetaucht. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751203,00.html
erblöden sich Tepco und die Umweltbehörde abzuwiegeln: Es wurden zwar Caesium 137 und Jod im Trinkwasser der Umgebung gefunden, es besteht aber keinerlei Gefahr für die Bevölkerung. Wie wäre es denn, wenn die Politik angesichts dieser unglaublichen Zerstörungen die AKW - Betreiber zu einer Risikoversicherung in Höhe eines möglichen Schadens zwingen würde ? Damit wäre die wirtschaftliche Grundlage schlagartig weg und die AKW schnellstens vom Netz. Damit wir wissen worüber wir sprechen: Atomstrom ist nur deshalb vergleichsweise günstig ( in erster Linie für die Betreiber ) weil dem Steuerzahler sämtliche Risiken des Betriebes, sämtliche Kosten der Atommüll- beseitigung, die Kosten des Rückbaues und die Kosten der Endlagerung ( wo eigentlich )aufgebrummt wurden. Von wem ? Na klar. Politik und Betreiber. Wählen gehen Leute. Wählen und damit abstrafen ist die einzig vernünftige Alternative. Morituri te salutant. eine furchtbare und bittere Wahrheit für vielleicht tausende verstrahlter Japaner.
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Umstrittene Atomkraft

Soll der Ausstieg beschleunigt werden?


Die wichtigsten Fragen zur Strahlengefahr
Was richtet Strahlung im menschlichen Körper an?
Corbis
Die Schwere der Schäden hängt davon ab, welches Gewebe wie stark von der Strahlung betroffen ist. Erste Symptome einer Strahlenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie treten wenige Stunden nach Einwirken der Strahlung auf den Körper auf. Klingen die Symptome ab, stellt sich nach einigen Tagen Appetitlosigkeit, Übermüdung und Unwohlsein ein, die einige Wochen andauern.
Wie qualvoll eine akute Strahlenkrankheit bei hoher Dosis enden kann, zeigen die Opfer der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki und der Tschernobyl-Katastrophe. Haarausfall, unkontrollierte Blutungen, ein zerstörtes Knochenmark, Koma, Kreislaufversagen und andere dramatische Auswirkungen können den Tod bringen.
Wie verläuft eine leichte Strahlenkrankheit?
Menschen mit einer leichten Strahlenkrankheit erholen sich zwar in der Regel wieder. Doch oft bleibt das Immunsystem ein Leben lang geschwächt, die Betroffenen haben häufiger mit Infektionserkrankungen und einem erhöhten Krebsrisiko zu kämpfen.
Wie kann man sich schützen?
DPA
Im Gebiet, in dem ein nuklearer Niederschlag zu befürchten ist, kann es helfen, sich in geschlossenen Räumen aufzuhalten. Gegen radioaktives Jod schützt die vorsorgliche Einnahme von Kaliumjodidtabletten. Allerdings schützt diese nur vor Schilddrüsenkrebs. Das eingenommene Jod lagert sich in den Drüsen links und rechts des Kehlkopfes an und verhindert so die Aufnahme von radioaktivem Jod. Wichtig: Jodtabletten nicht ohne behördliche Aufforderung einnehmen.
Radioaktives Jod baut sich in der Umwelt allerdings schnell ab. Gefährlicher ist radioaktives Cäsium, es hat eine längere Lebensdauer und wirkt bei Aufnahme durch die Luft oder über Nahrungsmittel im ganzen Körper. Dagegen helfen keine Pillen. Bricht ein Reaktor, wie in Tschernobyl geschehen, auseinander, gelangen großen Mengen Cäsium in die Atmosphäre und verstrahlen die Gegend, in der die Partikelwolke niedergeht, auf viele Jahre.
Was bedeutet die Maßeinheit Millisievert?
DPA/ Kyodo/ Maxppp
Sievert (Sv) ist eine Maßeinheit für radioaktive Strahlung. Ein Sievert entspricht 1000 Millisievert. Die Einheit gibt die sogenannte Äquivalentdosis an und ist somit ein Maß für die Stärke und für die biologische Wirksamkeit von Strahlung.
7000 Millisievert, also sieben Sievert, die direkt und kurzfristig auf den Körper treffen, bedeuten den sicheren Tod (siehe Grafik). Zum Vergleich: Am Montagmorgen maßen die Techniker am Kraftwerk Fukushima I eine Intensität von 400 Millisievert pro Stunde. In Tschernobyl tötete die Strahlung von 6000 Millisievert 47 Menschen, die unmittelbar am geborstenen Reaktor arbeiteten.
Wie hoch ist die Belastung im Alltag?
DPA/ NASA
Menschen sind tagtäglich der natürlichen radioaktiven Strahlung im Boden oder der Atmosphäre ausgesetzt. In Deutschland beträgt sie laut Bundesamt für Strahlenschutz 2,1 Millisievert pro Jahr (siehe Grafik). Der menschliche Organismus hat Abwehrmechanismen gegen die natürliche Strahleneinwirkung entwickelt, um sich vor diesen Belastungen zu schützen.
Erdbebenstärken
Die Richterskala
Die Stärke eines Erdbebens wird mit Hilfe der Richterskala und anderer Skalen beschrieben. Der jeweils angegebene Wert, die Magnitude , kennzeichnet dabei die freigesetzte Energie.

Mittels Seismografen werden die Maximal amplituden (also die Ausschläge der Nadel) bestimmt, die umgerechnet von Erdbeben in 100 km Entfernung erzeugt worden wären. Der dekadische Logarithmus der gemessenen Maximalamplituden ergibt die Magnitude. Die Erhöhung der Magnitude um 1 bedeutet dabei eine 33-fach höhere Energiefreisetzung – ein Erdbeben der Magnitude 5,0 ist also 33-mal so stark wie eines der Magnitude 4,0. Die Skala wurde 1935 von Charles Francis Richter und Beno Gutenberg am California Institute of Technology entwickelt.

Genau genommen werden Erdbebenstärken jedoch heute in der Moment-Magnituden-Skala angegeben. Sie berücksichtigt neben der Energie auch die Größe des gebrochenen Gesteins. Die Bruchfläche lässt sich aus der Erdbebenmessung vieler Seismografen berechnen.
Die Auswirkungen
Grob lassen sich die typischen Effekte der Erdbeben in der Nähe des Epizentrums folgendermaßen beschreiben:
  • - Stärke 1-2: nur durch Instrumente nachweisbar
  • - Stärke 3: nur selten nahe dem Epizentrum zu spüren
  • - Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • - Stärke 6: mittelschweres Beben, Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • - Stärke 7: starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann
  • - Stärke 8: Groß-Beben
Weltweit ereignen sich jährlich etwa 50.000 Beben der Stärke drei bis vier, 800 der Stärke fünf oder sechs und durchschnittlich ein Groß-Beben. Das stärkste auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile .


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