Grenzerlebnisse eines Outdoor-Fans Schlangenbiss, Bärenkratzer, Haiattacke

Dreimal am falschen Ort zur falschen Zeit: In den USA berichtet ein junger Mann von lebensgefährlichen Begegnungen mit wilden Tieren - und fragt sich, ob er extrem viel Pech oder Glück hat.


Auf Hawaii hat ein junger Mann einen Haiangriff erfolgreich abgewehrt und damit für Aufsehen gesorgt: Denn es ist nicht die erste extrem gefährliche Tierbegegnung, die der 20-Jährige halbwegs wohlbehalten überstanden hat - sondern schon die dritte.

Dylan McWilliams aus dem US-Bundestaat Colorado entkam bisher nicht nur einem Hai, sondern auch schon den Fängen eines Bären, und er überlebte nach eigenen Angaben zudem ein Scharmützel mit einer Klapperschlange, wie lokale Medien und der Sender BBC berichten. "Es ist verrückt", sagte der 20-Jährige dem Sender. "Ich scheine an sich nicht besonders viel Glück zu haben, aber immerhin habe ich viel Glück, wenn ich gerade in einer misslichen Situation stecke."

Der Haiangriff war demnach der jüngste Vorfall. McWilliams lag dabei bäuchlings auf seinem Surfbrett vor der Küste Hawaiis, als er merkte, wie etwas sein Bein berührte. "Ich habe dann unter mir den Hai gesehen und nach ihm getreten", sagte der 20-Jährige dem Sender. "Danach bin ich so schnell wie möglich ans Ufer geschwommen."

Der Hai hatte mit seinen Zähnen da allerdings schon deutliche Spuren hinterlassen. Die Wunde am Bein musste mit sieben Stichen genäht werden. Er habe danach sofort seine Eltern angerufen, sagte der 20-Jährige der BBC. "Meine Mutter war besorgt." Er wisse nicht, ob sie alles gut finde, was er so mache. Bei Instagram lässt sich der 20-Jährige dagegen feiern.

#whereithappened

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McWilliams ist durch und durch Outdoor-Fan, wie er sagt. Diese Leidenschaft habe er von seinem Großvater übernommen, der ihm schon im Alter von drei oder vier Jahren einige Überlebenstricks für das Leben in der Wildnis beigebracht habe.

Die Begegnung mit einem Bären im vergangenen Sommer ging dem jungen Mann zufolge wohl auch deshalb gerade noch einmal glimpflich aus. McWilliams hatte mit Freunden in Colorado draußen geschlafen, als am frühen Morgen ein Bär seinen Hinterkopf in den Pranken hielt. Er habe ihm mit dem Finger ins Auge gepiekt, bis das Tier ihn losgelassen habe, sagt McWilliams. Er postete Bilder, um zu zeigen, dass er deutliche Kratzspuren erlitten habe.

Das Scharmützel mit der Klapperschlange ist laut McWilliams bereits drei Jahre her. McWilliams war in Utah unterwegs, zum Wandern. "Ich bin auf einem Wanderweg gegangen und habe gedacht, dass ich mit dem Fuß gegen einen Kaktus getreten hätte", erzählt der 20-Jährige. "Aber dann habe ich die Klapperschlange gesehen." Er habe jedoch nur wenig Gift abbekommen und sich lediglich ein paar Tage lang krank gefühlt.

McWilliams hadert nach all den Angriffen keineswegs mit der Tierwelt - und will schon gar nicht aufs Wandern, Campen oder Surfen verzichten. "Ich mache weder dem Hai, dem Bären noch der Schlange Vorwürfe", sagt er. Er sei einfach immer wieder zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. "Wir müssen den Lebensraum der Tiere und deren Grenzen respektieren. Aber ich denke nicht, dass ich irgendwo eingedrungen bin oder die Angriffe provoziert habe. Sie sind einfach passiert."

fok

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