Aggressive Vierbeiner Sieben Hunde verteidigen Leiche ihres Herrchens

In der Nähe von Heidelberg haben mehrere Hunde der Polizei den Weg zu ihrem toten Halter versperrt. Nur mit einem Trick gelangten die Einsatzkräfte auf das Gelände.

Belgischer Schäferhund, auch Malinois genannt
imago/ blickwinkel

Belgischer Schäferhund, auch Malinois genannt


Ein wenig erinnert die Szenerie an Kerberos, den vielköpfigen Wächter der Unterwelt in der griechischen Mythologie, der dafür sorgt, dass kein Lebender die Hölle betritt und kein Toter herauskommt: Im baden-württembergischen Epfenbach haben sieben Hunde verbissen die Leiche ihres ehemaligen Halters verteidigt.

Wie die "Rhein-Neckar-Zeitung" berichtete, hatte am Sonntag ein besorgter Enkel des Verstorbenen versucht, sich Zugang zu dessen Wohnung zu verschaffen. Der Rentner war seit Tagen nicht mehr gesehen worden.

Doch die Vierbeiner - ein Rottweiler und mehrere Malinois-Schäferhunde - versperrten dem Eindringling den Weg. Der Mann alarmierte die Polizei, die daraufhin mit Feuerwehrleuten und Tierrettern anrückte.

Erst als zwei besonders aggressive Tiere mit Schlafmittel in Futter ruhiggestellt worden waren, gelang es den Einsatzkräften, in die Wohnung vorzudringen. Dort fanden sie laut Polizei die Leiche des 80-Jährigen.

Wie lange sich die Tiere mit ihrem toten Besitzer zusammen auf dem Gelände aufgehalten haben, ist noch unklar. Die Vierbeiner waren dehydriert und hungrig, zwei von ihnen hatten Bisswunden. Sie verhielten sich allerdings friedlich, nachdem die Tierrettung sie in Obhut genommen hatte. Der Rottweiler und die Schäferhunde wurden in ein Tierheim gebracht.

Im Video: Hundepsychologie - Kontrollverlust am anderen Ende der Leine

SPIEGEL TV

ala/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.